Strandfloh
17.05.2006, 19:49
Moin!
Ich hatte mal wieder das Vergnügen, meine Urlaub in SPO verbringen zu dürfen und da ich letztes Jahr ja den Westerhever-Leuchtturm bei Nacht und Regen besucht hatte und das so einen tiefen und faszinierenden Eindruck bei mir hinterlassen hat, habe ich es mir dieses Jahr nicht nehmen lassen, dies wieder zu tun. Ich hatte das Glück, den Leuchtturm die ganze Zeit meines Aufenthaltes unverhüllt leuchten zu sehen. Dieses Mal sind wir nicht, wie beim letzten Mal, mitten in der Nacht spontan losgezogen sondern dieses Mal war es geplant. Dadurch hatten wir auch Foto und Taschenlampe mit und wir wurden nicht enttäuscht. Gegen 21:15 Uhr gab es am Ordinger Strand einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Danach sind wir gleich weiter nach Westerhever gefahren. Die Schafe auf dem Deich boten einen wunderschönen Anblick. Man sah nur die schwarzen Silhouetten gegen den in allen Spektralfarben leuchtenden Abendhimmel. Die Jungtiere standen oder lagen immer ganz dicht bei Ihren Müttern oder tollten in der Dämmerung frech über die Deiche oder über die Muttertiere. Das Licht war noch erstaunlich gut und die Augen sahen noch sehr weit und sehr klar. So liefen wir dann durch die Gänsescharen in Richtung Leuchtturm. Dieses Mal war der Himmel wolkenlos und somit streute der Lichtkegel des Leuchtturms nicht so weit. Dazu kam dann noch, dass es doch noch recht hell war und die Kraft der Stahlen durch das Tageslicht gedämpft wurde. Am Leuchtturm angelangt, hörte man nur noch das leise Surren des Leuchtfeuers, die Gänse und vereinzelt das Blöken der Schafe. Ansonsten war es still. Über uns drehten die Lichtkegel unermüdlich ihre Kreise und über das Dach des einen Wärterhäuschens blickte uns ein großer, fast runder Mond entgegen. Er warf den Schatten des Leuchtturms auf die Wand des zweiten Wärterhäuschens und tauchte somit alles in ein unwirkliches Licht.
Um kurz vor elf war es dann immer noch nicht richtig dunkel, aber das Lichterdach, das wie ein großes Zirkuszelt wirkte, wurde immer deutlicher sichtbar. Nebenher leuchtete der Mond mit dem Strahlenkegel um die Wette und die Sterne tauchten nach und nach am Himmelszelt auf. Es war ein wunderschöner Anblich und ein unheimlich tolles Gefühl einfach nur so da zu sitzen, den Geräuschen der Natur zu lauschen und den Lichtern mit den Blicken zu folgen.
Man hatte einfach das Gefühl mit der Natur und dem Moment eins zu sein. Man brauchte keine Worte, man musste einfach nur sehen, staunen und vor allem genießen. Doch leider kroch die Kälte trotz langer Unterwäsche und mehreren Pullovern und Jacken doch recht schnell und eindringlich durch unsere Körper, so dass wir uns auf den Rückweg machten. Jetzt brauchten wir die Taschenlampe und als wir den Deich erreichten, sahen wir überall kleine und große Wollknäuele auf dem normalerweise Grün verteilt. Einige Lämmer blickten uns ganz neugierig an, andere suchten doch etwas schlaftrunken lieber das Weite.
Es war einfach wieder ein sehr schönes Erlebnis und ich weiß, dass bei meinem nächsten SPO-Urlaub wieder ein Nachtausflug zum Westerhever-Leuchtturm mit auf dem Programm steht. Es verzaubert einen genauso wie die Nordsee selber. Wenn man es ein Mal erlebt und gesehen hat, wird man süchtig danach. Vor meinem inneren Auge ziehen gerade die vielen Bilder vorbei, die ich dort abgespeichert habe und ich fange an zu träumen. Man vergisst den Alltag um sich rum und könnte glatt denken, man ist wieder vor Ort.... Ach ja, schön war es, aber irgendwann bin ich ja wieder da.... ganz sicher!!!!
©by Strandfloh 2006
Viele Grüße,
Strandfloh.
Ich hatte mal wieder das Vergnügen, meine Urlaub in SPO verbringen zu dürfen und da ich letztes Jahr ja den Westerhever-Leuchtturm bei Nacht und Regen besucht hatte und das so einen tiefen und faszinierenden Eindruck bei mir hinterlassen hat, habe ich es mir dieses Jahr nicht nehmen lassen, dies wieder zu tun. Ich hatte das Glück, den Leuchtturm die ganze Zeit meines Aufenthaltes unverhüllt leuchten zu sehen. Dieses Mal sind wir nicht, wie beim letzten Mal, mitten in der Nacht spontan losgezogen sondern dieses Mal war es geplant. Dadurch hatten wir auch Foto und Taschenlampe mit und wir wurden nicht enttäuscht. Gegen 21:15 Uhr gab es am Ordinger Strand einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Danach sind wir gleich weiter nach Westerhever gefahren. Die Schafe auf dem Deich boten einen wunderschönen Anblick. Man sah nur die schwarzen Silhouetten gegen den in allen Spektralfarben leuchtenden Abendhimmel. Die Jungtiere standen oder lagen immer ganz dicht bei Ihren Müttern oder tollten in der Dämmerung frech über die Deiche oder über die Muttertiere. Das Licht war noch erstaunlich gut und die Augen sahen noch sehr weit und sehr klar. So liefen wir dann durch die Gänsescharen in Richtung Leuchtturm. Dieses Mal war der Himmel wolkenlos und somit streute der Lichtkegel des Leuchtturms nicht so weit. Dazu kam dann noch, dass es doch noch recht hell war und die Kraft der Stahlen durch das Tageslicht gedämpft wurde. Am Leuchtturm angelangt, hörte man nur noch das leise Surren des Leuchtfeuers, die Gänse und vereinzelt das Blöken der Schafe. Ansonsten war es still. Über uns drehten die Lichtkegel unermüdlich ihre Kreise und über das Dach des einen Wärterhäuschens blickte uns ein großer, fast runder Mond entgegen. Er warf den Schatten des Leuchtturms auf die Wand des zweiten Wärterhäuschens und tauchte somit alles in ein unwirkliches Licht.
Um kurz vor elf war es dann immer noch nicht richtig dunkel, aber das Lichterdach, das wie ein großes Zirkuszelt wirkte, wurde immer deutlicher sichtbar. Nebenher leuchtete der Mond mit dem Strahlenkegel um die Wette und die Sterne tauchten nach und nach am Himmelszelt auf. Es war ein wunderschöner Anblich und ein unheimlich tolles Gefühl einfach nur so da zu sitzen, den Geräuschen der Natur zu lauschen und den Lichtern mit den Blicken zu folgen.
Man hatte einfach das Gefühl mit der Natur und dem Moment eins zu sein. Man brauchte keine Worte, man musste einfach nur sehen, staunen und vor allem genießen. Doch leider kroch die Kälte trotz langer Unterwäsche und mehreren Pullovern und Jacken doch recht schnell und eindringlich durch unsere Körper, so dass wir uns auf den Rückweg machten. Jetzt brauchten wir die Taschenlampe und als wir den Deich erreichten, sahen wir überall kleine und große Wollknäuele auf dem normalerweise Grün verteilt. Einige Lämmer blickten uns ganz neugierig an, andere suchten doch etwas schlaftrunken lieber das Weite.
Es war einfach wieder ein sehr schönes Erlebnis und ich weiß, dass bei meinem nächsten SPO-Urlaub wieder ein Nachtausflug zum Westerhever-Leuchtturm mit auf dem Programm steht. Es verzaubert einen genauso wie die Nordsee selber. Wenn man es ein Mal erlebt und gesehen hat, wird man süchtig danach. Vor meinem inneren Auge ziehen gerade die vielen Bilder vorbei, die ich dort abgespeichert habe und ich fange an zu träumen. Man vergisst den Alltag um sich rum und könnte glatt denken, man ist wieder vor Ort.... Ach ja, schön war es, aber irgendwann bin ich ja wieder da.... ganz sicher!!!!
©by Strandfloh 2006
Viele Grüße,
Strandfloh.