Sieglinde
15.11.2007, 07:56
In 2,5 Stunden von der Elbmetropole auf die Insel: Westerländer Politiker schlagen in einem Brief an Verkehrsminister Austermann vor, temporär einen Expresszug einzusetzen.
Dem Vorschlag, schnelle Expresszüge zwischen Hamburg und Westerland einzusetzen, stehen NOB-Vertreter offen gegenüber.
Drei Stunden und vier Minuten mit der NOB von Sylt bis Altona, noch 13 Minuten länger dauert es mit dem Intercity bis zum Hauptbahnhof. Keine Elektrifizierung zwischen Itzehoe und Westerland, der zweigleisige Ausbau in weiter Ferne. Die viel beklagte Bahnstrecke Hamburg-Westerland ist alles andere als eine Hochgeschwindigkeitsverbindung.
Nun gibt es einen erneuten Versuch, der Anreisequalität auf dem Weg zu Deutschlands beliebtester Insel auf die Sprünge zu helfen. Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber und Amtsvorsteher Helge Jansen haben sich zusammengesetzt und ein Schreiben an Wirtschaftsminister Dietrich Austermann entworfen. Darin wird zunächst gelobt - die Investitionen der Deutschen Bahn ins schleswig-holsteinische Streckennetz, die deutlich verbesserte Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit seitens der Nord-Ostsee-Bahn. Doch das war's dann auch schon mit den freundlichen Tönen.
"Die Reisedauer kann auf zweieinhalb Stunden reduziert werden."
Die Gesamtfahrzeit sei viel zu lang und "insbesondere für unsere Gäste inakzeptabel". 13 Zwischenhalte stellen die Geduld der Reisenden inzwischen auf eine harte Probe. Deshalb der Vorschlag der Politiker im Namen der Inselgemeinden: Man möge ein oder zwei Züge aus dem Taktfahrplan herausnehmen und dann mit deutlich weniger Haltestationen bis Westerland durchfahren. "Die Reisedauer mit einem Expresszug kann bestimmt auf annähernd zweieinhalb Stunden reduziert werden", hofft Reiber, deren gemeinsam mit Jansen entwickelte Idee sich an die früheren RE-Züge anlehnt. Seinerzeit hielt der Regionalexpress nur in Itzehoe, Heide, Husum, Bredstedt und Niebüll.
"Nachteilig für die touristische Anreisequalität ist", so wird moniert, "dass die Züge auch für Berufspendler und Schüler ausgerichtet sind. Urlauber empfinden dies häufig als Zumutung." Abschließend heißt es: "Wir bitten Sie um Ihren Einsatz für eine dem Tourismusland Schleswig-Holstein würdige Verkehrsanbindung durch die Marschbahn."
den ganzen Bericht aus der SHZ vom 13.11.2007 gibt es unter: http://www.shz.de/schleswig-holstein/artikeldetail/article/393/kommt-der-ex.html?no_cache=1
Dem Vorschlag, schnelle Expresszüge zwischen Hamburg und Westerland einzusetzen, stehen NOB-Vertreter offen gegenüber.
Drei Stunden und vier Minuten mit der NOB von Sylt bis Altona, noch 13 Minuten länger dauert es mit dem Intercity bis zum Hauptbahnhof. Keine Elektrifizierung zwischen Itzehoe und Westerland, der zweigleisige Ausbau in weiter Ferne. Die viel beklagte Bahnstrecke Hamburg-Westerland ist alles andere als eine Hochgeschwindigkeitsverbindung.
Nun gibt es einen erneuten Versuch, der Anreisequalität auf dem Weg zu Deutschlands beliebtester Insel auf die Sprünge zu helfen. Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber und Amtsvorsteher Helge Jansen haben sich zusammengesetzt und ein Schreiben an Wirtschaftsminister Dietrich Austermann entworfen. Darin wird zunächst gelobt - die Investitionen der Deutschen Bahn ins schleswig-holsteinische Streckennetz, die deutlich verbesserte Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit seitens der Nord-Ostsee-Bahn. Doch das war's dann auch schon mit den freundlichen Tönen.
"Die Reisedauer kann auf zweieinhalb Stunden reduziert werden."
Die Gesamtfahrzeit sei viel zu lang und "insbesondere für unsere Gäste inakzeptabel". 13 Zwischenhalte stellen die Geduld der Reisenden inzwischen auf eine harte Probe. Deshalb der Vorschlag der Politiker im Namen der Inselgemeinden: Man möge ein oder zwei Züge aus dem Taktfahrplan herausnehmen und dann mit deutlich weniger Haltestationen bis Westerland durchfahren. "Die Reisedauer mit einem Expresszug kann bestimmt auf annähernd zweieinhalb Stunden reduziert werden", hofft Reiber, deren gemeinsam mit Jansen entwickelte Idee sich an die früheren RE-Züge anlehnt. Seinerzeit hielt der Regionalexpress nur in Itzehoe, Heide, Husum, Bredstedt und Niebüll.
"Nachteilig für die touristische Anreisequalität ist", so wird moniert, "dass die Züge auch für Berufspendler und Schüler ausgerichtet sind. Urlauber empfinden dies häufig als Zumutung." Abschließend heißt es: "Wir bitten Sie um Ihren Einsatz für eine dem Tourismusland Schleswig-Holstein würdige Verkehrsanbindung durch die Marschbahn."
den ganzen Bericht aus der SHZ vom 13.11.2007 gibt es unter: http://www.shz.de/schleswig-holstein/artikeldetail/article/393/kommt-der-ex.html?no_cache=1