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Vollständige Version anzeigen : Jiaogulan-Verschenk-Aktion


Momme Mannüberbord
23.04.2008, 20:35
http://www.dithmarschen-wiki.de/images/thumb/c/cb/800_C1IMG_1236.jpg/399px-800_C1IMG_1236.jpg
Foto: Michael Hundrieser, der von der Szene auch nochSphären gemacht hat. Von Links: Joachim Schmidt ( Rijk Zwaan ) Jens Rusch, TV-Koch Thies Möller, Mark Riemann ( Kalle Bäcker )


Hier erst einmal der Text der Presseeinladung:

Einladung zu einem Pressegespräch am 23.04.08 um 16 Uhr im „Jiaogulan“-Gewächshaus bei der Firma Rijk Zwaan in Marne / Dithmarschen.

Diese Entwicklung ist wirklich bemerkenswert. Während in anderen Teilen der Bundesrepublik die Pflänzchen den milden Winter nicht überstanden, gedeihen sie in Dithmarschen vorzüglich. Im vergangenen Herbst hatte der Dithmarscher Künstler Jens Rusch erstaunt festgestellt, dass seine aus Thailand mitgebrachten „Jiaogulan“-Triebe ganz offensichtlich den Marschboden lieben und sogar im Freiland überwintern können.
Viele seiner Ableger der ersten Generation verschenkte er darauf an Krebsbetroffene der Region. Von der riesigen Nachfrage wurde er geradezu überrollt.
Jiaogulan wird in der traditionellen chinesischen Medizin und in Thailand zur Behandlung gegen freie Radikale eingesetzt, ebenfalls als wirksame Begleitung von Chemo-Therapien und zur Behandlung von Tumoren im Frühstadium. Als wirksame Begleitung von Chemo-Therapien und zur Behandlung von Tumoren im Frühstadium setzt sie einer der bekanntesten chinesischen Professoren Li Peiwen mit Erfolg ein. Sein Buch „Chinesische Medizin in der Onkologie" ist inzwischen auch in deutscher Sprache erhältlich. Daneben hat Jiaogulan noch weitere positive Eigenschaften, die in Asien präventiv genutzt werden. Volkstümlich bedeutet Jiaogulan „Unsterblichkeitskraut“.
Dann bemühte sich J. Rusch um Samen der ersten Generation direkt in China und erhielt diese bei einem Besuch von einer Freundin aus Peking, die die Samen direkt aus dem Hauptanbaugebiet in China beschafft hat. Nun suchte Rusch ein Treibhaus zur Anzucht und fand in Herrn Joachim Schmidt , dem Managing Director der Firma Rijk Zwaan AG einen wichtigen Mitstreiter, der in einem großen Treibhaus in Marne mit ausgeklügelten Systemen in diesem Winter für eine erfolreiche Anzucht von ca. 500 Setzlingen sorgte.
Um über den Fortgang dieser Entwicklung transparent berichten zu können, fertigte Rusch wegen der zahlreichen Nachfragen eine Extra-Homepage an : http://www.myspace.com/jiaogulan1 ( Bitte unbedingt nennen )
Diese Setzlinge sollen nun vom 28.04.08 an Krebsbetroffenen in Dithmarschen kostenlos übergeben werden. Ort:
Rijk Zwaan Marne AG
Kopfkohl-Zuchtbetrieb
Alter Kirchweg 34
25709 Marne
Parallel zu dieser Entwicklung konnte Jens Rusch den TV-Koch Thies Möller, der wie er selbst auch an einem Zungengrund-Tumor erkrankte und erfolgreich behandelt wurde,
dafür begeistern, gemeinsam mit Mark Riemann ( Kalle Bäcker ) ein besonders wirkstoffschonendes Rezept für ein Jiaogulan-Brot zu entwickeln.

Dieses weltweit erste Jiaogulan-Brot wollen wir Ihnen nun bei einem Pressegespräch im Jiaogulan-Treibhaus in Marne / Alter Kirchweg 34 vorstellen.

Wir stellen Ihnen ebenfalls die erste Dithmarscher Jiaogulan-Kultur vor, die dann vom 28.04.08 bis zum 9.05.08 an Krebsbetroffene der Region verschenkt werden soll. Ihr Bericht sollte der Ankündigung dieses Termins dienen, denn wir haben zahlreichen Anrufen geraten, auf den Bericht in der Tagespresse zu achten.

Wir würden uns sehr freuen, Sie am 23.04.08 um 16 Uhr in Marne begrüssen zu dürfen.
Die genannten Initiatoren Jens Rusch, Joachim Schmidt, Thies Möller und Mark Riemann werden anwesend sein.
Bitte avisieren Sie uns Ihre Teilnahme an diesem wichtigen Termin: 04852 4848 oder unter dieser Mail-Adresse.

Momme Mannüberbord
23.04.2008, 20:38
Wie aus dem Text zu ersehen ist, können Krebsbetroffene die Pflanzen ab Montag kostenlos empfangen. So wird es hoffentlich auch in der Presse stehen.

Dabei vertrauen wir darauf, dass mit unserer Grosszügigkeit kein Missbrauch betrieben wird. Die Pflanzen werden nicht an Händler abgegeben.

Momme Mannüberbord
24.04.2008, 13:22
Ein „Zauberkraut“ wird verschenkt
Rusch, Möller und Co. stellen Dithmarscher Weltneuheit aus der Backstube vor

Von Astrid Boelter

Marne – Die Dithmarscher Geschichte des chinesischen Jiaogulan-Krauts begann auf einer Mini-Parzelle am Wohnsitz von Jens Rusch in Brunsbüttel. Gestern lud der Künstler in das „Jiaogulan-Gewächshaus“ der Firma Rijk Zwaan ein, um eine weitere Verschenk-Aktion anzukündigen und im Kreis seiner Mitstreiter eine „Dithmarscher Weltneuheit“ vorzustellen – das erste Jiaogulan-Brot.

Heilsame Kräfte werden der Jiaogulan-Pflanze nachgesagt. Sie soll sogar besser als Ginseng vor den so genannten „freien Radikalen“ schützen, die in Verdacht stehen, Mitverursacher von Krebserkrankungen zu sein. Im fernöstlichen Volksmund wird sie „Unsterblichkeitskraut“ genannt. Gestern Nachmittag stellte Jens Rusch aber klar, dass er und sein stetig wachsende Kreis der Jiaogulan-Begeisterten in Dithmarschen nicht damit kokettiere, „Heilsbotschaften zu verkaufen“, sondern dass man die Pflanze an von Krebs betroffene Menschen als Geschenk weiterreichen wolle. Ein Krebsheilmittel sei es nicht. „Mit Jiaogulan kann man vielleicht eine Therapie besser bewältigen, und dabei wollen wir helfen“, sagte Rusch.

Bereitwillige Mitstreiter, die nun allesamt ehrenamtlich dabei helfen, die Pflanze in das Dithmarscher Land zu tragen, hat Rusch gefunden. Gestern stellte sich Küchenmeister Thies Möller an die Seite des Künstlers, der wie er selbst an einem Zungengrund-Tumor erkrankt war und erfolgreich behandelt wurde. Begeistern konnte Rusch auch Bäckermeister Mark Riemann (Kalle Bäcker), der mit Möller ein „wirkstoffschonendes Rezept“ für ein Brot mit dem „Zauberkraut“ entwickelte. Es wurde gestern als „weltweit erstes Jiaogulan-Brot“ vorgestellt, ist aber (vorerst) nicht an der Ladentheke, sondern nur auf Bestellung (Internet: kalle-baecker.de) erhältlich.

Das für die Backstube benötigte „Unsterblichkeitskraut“ hätte in ausreichenden Mengen nicht ohne die Arbeit von Eva Landberg und Egina Oestreich zur Verfügung gestanden. Sie pflegten als Mitarbeiterinnen von Rijk Swaan-Geschäftsführer Joachim Schmidt das speziell für Jiaogulan reservierte Treibhaus. Jens Rusch sieht Dithmarschen übrigens bereits als Zentrum der Jiaogulan-Kultur in Deutschland, denn während das Pflänzchen nach seinen Angaben in anderen Teilen der Republik vor sich hin kümmert und selbst milde Winter nicht übersteht, gedeiht das Kraut in Dithmarschen selbst im winterlichen Freiland so prächtig, dass es in den Ruf geriet, sich wie das bei Gärtnern eher lästige Dreiblatt zu verbreiten. Das gilt nach Aussagen des Künstlers zumindest für seine Triebe der Urpflanze.

Er hat bereits viele Ableger an Krebsbetroffene verschenkt, und als er nach eigenen Angaben von der Nachfrage förmlich überrollt wurde, suchte und fand er bei Rijk Swaan das Treibhaus für die Anzucht der „ersten Dithmarscher Jiaogulan-Kultur“. Und während das Kraut wuchs, sorgte Rusch dafür, dass die Fangemeinde auf eine Extra-Seite im Internet über die Entwicklung auf dem Laufenden gehalten wurde (www.myspace.com/jiaogulan1)

Joachim Schmidt und seine Mitarbeiterinnen waren so erfolgreich, dass die zu Pflanzen herangewachsenen etwa 500 Setzlinge ab kommenden Montag (ab 8 Uhr) an Krebsbetroffenen in Dithmarschen verschenkt werden können. Abzuholen direkt bei dem Pflanzenzuchtbetrieb Rijk Zwaan im Alter Kirchweg 34 in Marne.

Elisabeth
24.04.2008, 14:33
Ich habe letztens in einem kleinen Gartenkatalog gesehen, das man die Pflanzen dort bestellen kann.

Momme Mannüberbord
25.04.2008, 15:34
Werden die dort ebenfalls verschenkt?

Momme Mannüberbord
26.04.2008, 17:57
http://i188.photobucket.com/albums/z298/Lyra-Kultur/Jiaogulan/shz.jpg

Momme Mannüberbord
29.05.2008, 10:40
Die Jiaogulan-Aktion ist jetzt beendet



Insgesamt rund 500 kräftige, pflanzfähige Jiaogulan-Pflanzen wurden erstmalig an Krebsbetroffene in Dithmarschen verschenkt.
Vorgezogen wurden das sogenannte "Unsterblichkeitskraut" in der Forschungsabteilung von Rijk Zwaan in Marne. Künstler Jens Rusch hatte erste Keimlinge
aus Thailand mitgebracht, später zusätzlich über Kontakte zu Dithmarschern in Peking
auch Samen der kraftvollen "ersten Generation" aus dem Ursprungsgebiet besorgen können.
Für Krebsbetroffene hochwertvolle Pflanzen, das belegen auch die Reaktionen der dankbaren Beschenkten, die auch aus dem Steinburger und Eiderstedter Umland den
Weg nach Marne und Brunsbüttel fanden.

Jetzt können die Pflanzen, die den Dithmarscher Boden offensichtlich besonders gut vertragen, bei den Beschenkten einen Sommer lang wachsen und gedeihen.
Frische Blätter kann man essen wie Sauerampfer, getrocknet kann die Ernte wie Tee verwendet werden.
Die Pflanzen sind winterfest bis 18 Grad, breiten sich im zweiten Jahr sehr stark aus und ihre Ableger können dann von den Nutzern der ersten Generation sogar an andere Betroffene weiterverschenkt werden.
Damit wurde nach Ansicht der Initiatoren eine effektive Bewegung nach Dithmarschen getragen.

Obwohl sie oft darauf angesprochen wurden, lehnen Rusch und Schmidt aus grundsätzlichen Erwägungen konsequent ab, Zucht und Handel kommerziell zu entwickeln.
Gärtner fragten nach, die ihre leere Treibhäuser nutzen möchten, Teehändler und Vertriebe für Naturheilmittel.
Ebenso lehnen alle Beteiligten, darunter auch Thies Möller und Mark Riemann, die ein Rezept für eine wirkstoffschonende Verarbeitung der Pflanze zu einem Jiaogulan-Brot entwickelten, es ab, eine Heilsbotschaft oder eine medizinische Alternative zu propagieren. "Ein Minenfeld, auf das wir uns nicht begeben möchten" so Jens Rusch,"Jiaogulan ist eine kraftvolle Pflanze, um die eigene Vitalität zu unterstützen und herkömmliche Therapien zu unterstützen, eben das, was man unter "Komplementärmedizin" auch in China und Thailand versteht.