Jochen
16.06.2006, 10:54
Helgoland - eine Kurzgeschichte
(© 2006 Jochen)
Piet steht an Deck der Passagierfähre, lässig an die Reling gelehnt und betrachtet das Treiben am Kai. Piet, der eigentlich Peter Claus heißt, sein Leben in einer muffigen Kanzlei vergeudet, hat sich diesen Urlaub redlich verdient. Eine Woche - für Piet eine enorm lange Zeit - Helgoland, Störtebekers Insel. Die Geschichte Störtebekers hatte Piet schon zu seiner Kindheit fasziniert und endlich wird sein Traum wahr. Einmal nach Helgoland. Er merkt, wie langsam die ganze Arbeitsanspannung von ihm abfällt, während er den Hafenarbeitern zusieht wie diese das letzte Haltetau vom Poller lösen und mit gekonntem Schwung dem Seemann an Deck zuwerfen.
Piet dreht sich langsam um und betrachtet die anderen Passagiere, die sich, mit Kameras und Kleinrucksäcken bewehrt, ihre Plätze auf dem Promenadendeck suchen, schnatternd, fröhlich und durcheinander wuselnd als gäbe es kein morgen mehr. Lächelnd tastet Piet mit seiner linken Hand nach dem Seesack, der neben ihm an der Reling lehnt. Diesen hatte heimlich nach seinem Wehrdienst bei der Bundesmarine mitgehen lassen und war jedes mal froh darüber - ein Platzwunder. Amüsiert über das bunte Treiben der zumeist Tagestouristen begibt er sich unter Deck. Er lässt den Seesack auf eine der Polsterbänke im Bordcafé plumpsen und schlendert wieder hinauf an Deck. Angst, dass ihm etwas abhanden kommen könnte hat er nicht. Die wichtigsten Sachen trägt er bei sich und wer sollte schon etwas mit seiner Unterwäsche anfangen, und wo wollte denn ein Dieb auf einem so kleinen Schiff schon hin.
Jetzt, da alle Leinen los sind und der Dieselmotor des Schiffes leichte Vibrationen auf die Füße überträgt, legt die Fähre ab. Langsam schiebt sie sich an der Hafeneinfahrt vorbei hinaus in die Fahrrinne um zum offenen Meer zu gelangen. Piet steht wie all die anderen Passagiere auf dem Promenadendeck und genießt wie sich der Hafen langsam aber sicher entfernt. Das Wetter ist prächtig. Sonnenschein, blauer Himmel und keine Wolke weit und breit. Der Wind weht angenehm kühl aber dennoch recht kräftig. Das Wasser ist zwar nicht so ruhig wie Piet sich das gewünscht hätte, aber dennoch kein Problem für ihn. Er entgeht dem Trubel als er ein Stockwerk höher steigt und sich dort mit beiden Ellbogen auf die Reling stützt, die Nase in den Wind gesteckt und einen tiefen, befreienden Atemzug tut. Endlich Ruhe. Versonnen starrt er auf das Meer, beobachtet, wie ein Seezeichen nach dem anderen vorbeigleitet (er weiß, dass eigentlich er es ist, der an den Bojen vorbeizieht).
Piet weiß gar nicht, wie langer er so dagestanden hat. Er stützt sich auf und lässt den Blick schweifen. Unmittelbar neben seinem rechten Fuß entdeckt er die Schale einer Herzmuschel. Er hat mal gehört, dass Möwen Muscheln aus einer gewissen Höhe auf Deck fallen lassen, damit die Muschen platzen und sie an das Fleisch kommen - clevere Biester. Beinahe verzückt über dieses kleine Detail, bückt er sich, hebt die Muschel auf, lässt sie eine kurze Zeit durch seine Finger gleiten und schmeißt sie zurück ins Meer. Während er der Stelle nachsieht, an der die Muschel ins Wasser gefallen ist, denkt er sich, dass das Schiff doch relativ hoch ist und wie lange er im Wasser aushalten könnte, wenn er jetzt herabfiele. Noch in diesem Gedankengang spürt er einen Druck zwischen den Schulterblättern. Mit einem Ruck stößt er sich rückwärts von der Reling ab und wirbelt herum. Niemand. Wie kommt er jetzt auf solch absurde Gedanken. Noch mit recht heftig pochendem Herzen legt er sich auf einen der bereitgelegten Liegestühle an Deck und schließt die Augen. Die restlichen anderthalb Stunden vergehen wie im Flug. Ab und zu schaut er einem Kutter nach oder beobachtet den Horizont, wie er sich leicht auf und ab bewegt. Piet ist jetzt die Ruhe selbst. Eine seiner Ex-Freundinnen, eine esoterisch angehauchte Feng-Shui-Verfechterin, hätte jetzt gesagt er hätte seine Mitte gefunden - oder so ähnlich. Er hatte davon noch nie viel gehalten.
Als Helgoland in Sicht kommt dreht Piet seinen Liegestuhl so, dass er den Roten Felsen bequem im Liegen anschauen kann. Fast majestätisch taucht die Insel im Dunst auf, vorgelagert die Badedüne mit ihrem kleinen Leuchtfeuer. Endlich ist sein Ziel in Sicht und der Urlaub kann beginnen. Er steht langsam auf und klettert wieder unter Deck (die schmale Stahltreppe ist doch recht steil) um seinen Seesack wieder in seine Obhut zu nehmen. Natürlich ist der Seesack unberührt an der Stelle, wo Piet ihn zurückgelassen hat.
Jetzt geht alles ziemlich schnell. Die Passagierfähre hält kurz vor dem Hafenbecken und wird schon von kleinen Booten in Empfang genommen, die die Touristen auf die Inseln fahren sollen. Das Ausbooten hatte Piet sich hektischer vorgestellt. Aber die Besatzungen der kleinen Boote lassen nicht von ihrer Ruhe ab und befördern die Passagiere sicher und gemütlich in die kleinen Kähne. Piet kommt mit dem Rücken in Fahrtrichtung zu sitzen. So kann er die folgendenden Boote und das kleiner werdende Schiff beobachten. Als er am Steuermann seines Bootes vorbeischielt und das andere Schiffchen betrachtet fällt ihm auf, dass dieses anscheinend komplett ohne Besatzung fährt, was die Passagiere gar nicht zu stören scheint. Piet blinzelt kurz und reibt sich die Augen. Doch, jetzt steht da der Steuermann und die zwei anderen Seemänner, einer mit einem martialischen Seeräuberbart. Der Steuermann seines Bootes grinst ihn an und fragt in dem unverwechselbaren Dialekt: "Na, n'büschen seesük?" Aus Verlegenheit nickt Piet kurz und lässt es dabei bewenden, dass ihn der Seemann etwas höhnisch angrient. Piet hat sogar die Vermutung, dass der Steuermann jetzt die Wellen absichtlich etwas mehr schneidet.
Als allen Passagieren wieder aus den Booten geholfen ist, wendet sich Piet - wie alle anderen auch - dem Ortskern zu. Erst mal zur Pension und die Sachen abladen. Er hat Zeit und muss nicht gleich los um alles zu erkunden. Während er langsam den Betonsteg heraufschlendert spürt er unter den Füßen ein leichtes Beben, das etwa 5 Sekunden lang stetig zunimmt und abrupt aufhört. War das jetzt gerade ein Erdbeben? Hastig schaut Piet sich um. Keiner der anderen Leute, die lachend und redend Richtung Unterland gehen scheint es bemerkt zu haben. Piet hatte schon mal gehört, dass wenn man eine Weile auf einem Schiff gewesen war, sich das Festland schwankend anfühlt, weil man noch die austarierenden Schritte von Deck innehatte. Aber dass dieses Phänomen auch bei einer Dreistundenfahrt auftritt, bei der man eigentlich nur gesessen hatte? Seltsam.
Als Piet in seiner Pension ankommt und das Zimmer betritt, legt er erst einmal den Seesack aufs Bett, ausräumen könnte er ihn nachher noch, und wäscht sich erst einmal Hände und Gesicht. Das kalte Wasser tut sehr gut und erfrischt ihn ungemein. So erfrischt beschließt Piet erst einmal etwas essen zu gehen. Hummer, das wäre es jetzt. Und warum auch nicht, er hat ja Urlaub, da kann man sich schon mal was gönnen. Also runter zum Hafen zu den Hummerbuden. Das hat er sich ein wenig anders vorgestellt. Zwei Drittel der Buden bieten gar keinen Hummer, sondern Touristennepp, Kunst und Krempel und Snacks. Zu guter letzt findet er doch an einer Ecke ein Restaurant, in dem er speisen kann, sogar draußen, mit Blick auf den Hafen, in dem ein paar kleine Segelboote vor Anker liegen. Er genoss das Essen in allen Zügen und gönnt sich zum Abschluss noch einen Mai-Tai, der es in sich hat und ein Dessert mit Granatapfelkernen. Wieder spürt er das Beben unter seinen Füßen. Da aber wieder niemand darauf reagiert schiebt Piet das auf den Alkoholgehalt des Cocktails und denkt nicht weiter darüber nach. Mit einem gekonnten Griff in seine Innentasche angelt Piet ein Päckchen Zigaretten und Streichhölzer hervor und schafft es, eine Zigarette einhändig anzuzünden. Ein Trick, den er jahrelang geübt hatte, und der immer Eindruck machte. Mittlerweile senkt sich die Sonne, Piet hat es geschafft volle dreieinhalb Stunden beim Essen zu sitzen. Er zieht noch einmal an seinem Lungentorpedo bevor er ihn ausdrückt und sich bereit macht zu zahlen.
Die Hände in den Hosentaschen und hemdsärmelig schlendert Piet die Promenade entlang und langsam Richtung Koje. Die viele frische Luft und das üppige Essen haben ihn doch etwas müde gemacht. Nach einer ausgiebigen Dusche und einer gründlichen Rasur, Piet hasst es sich morgens zu rasieren, lässt er sich komplett unbekleidet auf das saubere Bett fallen. Er schafft gerade noch das Licht der Nachttischlampe zu löschen als er auch schon zu schlafen beginnt.
weiter im nächsten Teil
(© 2006 Jochen)
Piet steht an Deck der Passagierfähre, lässig an die Reling gelehnt und betrachtet das Treiben am Kai. Piet, der eigentlich Peter Claus heißt, sein Leben in einer muffigen Kanzlei vergeudet, hat sich diesen Urlaub redlich verdient. Eine Woche - für Piet eine enorm lange Zeit - Helgoland, Störtebekers Insel. Die Geschichte Störtebekers hatte Piet schon zu seiner Kindheit fasziniert und endlich wird sein Traum wahr. Einmal nach Helgoland. Er merkt, wie langsam die ganze Arbeitsanspannung von ihm abfällt, während er den Hafenarbeitern zusieht wie diese das letzte Haltetau vom Poller lösen und mit gekonntem Schwung dem Seemann an Deck zuwerfen.
Piet dreht sich langsam um und betrachtet die anderen Passagiere, die sich, mit Kameras und Kleinrucksäcken bewehrt, ihre Plätze auf dem Promenadendeck suchen, schnatternd, fröhlich und durcheinander wuselnd als gäbe es kein morgen mehr. Lächelnd tastet Piet mit seiner linken Hand nach dem Seesack, der neben ihm an der Reling lehnt. Diesen hatte heimlich nach seinem Wehrdienst bei der Bundesmarine mitgehen lassen und war jedes mal froh darüber - ein Platzwunder. Amüsiert über das bunte Treiben der zumeist Tagestouristen begibt er sich unter Deck. Er lässt den Seesack auf eine der Polsterbänke im Bordcafé plumpsen und schlendert wieder hinauf an Deck. Angst, dass ihm etwas abhanden kommen könnte hat er nicht. Die wichtigsten Sachen trägt er bei sich und wer sollte schon etwas mit seiner Unterwäsche anfangen, und wo wollte denn ein Dieb auf einem so kleinen Schiff schon hin.
Jetzt, da alle Leinen los sind und der Dieselmotor des Schiffes leichte Vibrationen auf die Füße überträgt, legt die Fähre ab. Langsam schiebt sie sich an der Hafeneinfahrt vorbei hinaus in die Fahrrinne um zum offenen Meer zu gelangen. Piet steht wie all die anderen Passagiere auf dem Promenadendeck und genießt wie sich der Hafen langsam aber sicher entfernt. Das Wetter ist prächtig. Sonnenschein, blauer Himmel und keine Wolke weit und breit. Der Wind weht angenehm kühl aber dennoch recht kräftig. Das Wasser ist zwar nicht so ruhig wie Piet sich das gewünscht hätte, aber dennoch kein Problem für ihn. Er entgeht dem Trubel als er ein Stockwerk höher steigt und sich dort mit beiden Ellbogen auf die Reling stützt, die Nase in den Wind gesteckt und einen tiefen, befreienden Atemzug tut. Endlich Ruhe. Versonnen starrt er auf das Meer, beobachtet, wie ein Seezeichen nach dem anderen vorbeigleitet (er weiß, dass eigentlich er es ist, der an den Bojen vorbeizieht).
Piet weiß gar nicht, wie langer er so dagestanden hat. Er stützt sich auf und lässt den Blick schweifen. Unmittelbar neben seinem rechten Fuß entdeckt er die Schale einer Herzmuschel. Er hat mal gehört, dass Möwen Muscheln aus einer gewissen Höhe auf Deck fallen lassen, damit die Muschen platzen und sie an das Fleisch kommen - clevere Biester. Beinahe verzückt über dieses kleine Detail, bückt er sich, hebt die Muschel auf, lässt sie eine kurze Zeit durch seine Finger gleiten und schmeißt sie zurück ins Meer. Während er der Stelle nachsieht, an der die Muschel ins Wasser gefallen ist, denkt er sich, dass das Schiff doch relativ hoch ist und wie lange er im Wasser aushalten könnte, wenn er jetzt herabfiele. Noch in diesem Gedankengang spürt er einen Druck zwischen den Schulterblättern. Mit einem Ruck stößt er sich rückwärts von der Reling ab und wirbelt herum. Niemand. Wie kommt er jetzt auf solch absurde Gedanken. Noch mit recht heftig pochendem Herzen legt er sich auf einen der bereitgelegten Liegestühle an Deck und schließt die Augen. Die restlichen anderthalb Stunden vergehen wie im Flug. Ab und zu schaut er einem Kutter nach oder beobachtet den Horizont, wie er sich leicht auf und ab bewegt. Piet ist jetzt die Ruhe selbst. Eine seiner Ex-Freundinnen, eine esoterisch angehauchte Feng-Shui-Verfechterin, hätte jetzt gesagt er hätte seine Mitte gefunden - oder so ähnlich. Er hatte davon noch nie viel gehalten.
Als Helgoland in Sicht kommt dreht Piet seinen Liegestuhl so, dass er den Roten Felsen bequem im Liegen anschauen kann. Fast majestätisch taucht die Insel im Dunst auf, vorgelagert die Badedüne mit ihrem kleinen Leuchtfeuer. Endlich ist sein Ziel in Sicht und der Urlaub kann beginnen. Er steht langsam auf und klettert wieder unter Deck (die schmale Stahltreppe ist doch recht steil) um seinen Seesack wieder in seine Obhut zu nehmen. Natürlich ist der Seesack unberührt an der Stelle, wo Piet ihn zurückgelassen hat.
Jetzt geht alles ziemlich schnell. Die Passagierfähre hält kurz vor dem Hafenbecken und wird schon von kleinen Booten in Empfang genommen, die die Touristen auf die Inseln fahren sollen. Das Ausbooten hatte Piet sich hektischer vorgestellt. Aber die Besatzungen der kleinen Boote lassen nicht von ihrer Ruhe ab und befördern die Passagiere sicher und gemütlich in die kleinen Kähne. Piet kommt mit dem Rücken in Fahrtrichtung zu sitzen. So kann er die folgendenden Boote und das kleiner werdende Schiff beobachten. Als er am Steuermann seines Bootes vorbeischielt und das andere Schiffchen betrachtet fällt ihm auf, dass dieses anscheinend komplett ohne Besatzung fährt, was die Passagiere gar nicht zu stören scheint. Piet blinzelt kurz und reibt sich die Augen. Doch, jetzt steht da der Steuermann und die zwei anderen Seemänner, einer mit einem martialischen Seeräuberbart. Der Steuermann seines Bootes grinst ihn an und fragt in dem unverwechselbaren Dialekt: "Na, n'büschen seesük?" Aus Verlegenheit nickt Piet kurz und lässt es dabei bewenden, dass ihn der Seemann etwas höhnisch angrient. Piet hat sogar die Vermutung, dass der Steuermann jetzt die Wellen absichtlich etwas mehr schneidet.
Als allen Passagieren wieder aus den Booten geholfen ist, wendet sich Piet - wie alle anderen auch - dem Ortskern zu. Erst mal zur Pension und die Sachen abladen. Er hat Zeit und muss nicht gleich los um alles zu erkunden. Während er langsam den Betonsteg heraufschlendert spürt er unter den Füßen ein leichtes Beben, das etwa 5 Sekunden lang stetig zunimmt und abrupt aufhört. War das jetzt gerade ein Erdbeben? Hastig schaut Piet sich um. Keiner der anderen Leute, die lachend und redend Richtung Unterland gehen scheint es bemerkt zu haben. Piet hatte schon mal gehört, dass wenn man eine Weile auf einem Schiff gewesen war, sich das Festland schwankend anfühlt, weil man noch die austarierenden Schritte von Deck innehatte. Aber dass dieses Phänomen auch bei einer Dreistundenfahrt auftritt, bei der man eigentlich nur gesessen hatte? Seltsam.
Als Piet in seiner Pension ankommt und das Zimmer betritt, legt er erst einmal den Seesack aufs Bett, ausräumen könnte er ihn nachher noch, und wäscht sich erst einmal Hände und Gesicht. Das kalte Wasser tut sehr gut und erfrischt ihn ungemein. So erfrischt beschließt Piet erst einmal etwas essen zu gehen. Hummer, das wäre es jetzt. Und warum auch nicht, er hat ja Urlaub, da kann man sich schon mal was gönnen. Also runter zum Hafen zu den Hummerbuden. Das hat er sich ein wenig anders vorgestellt. Zwei Drittel der Buden bieten gar keinen Hummer, sondern Touristennepp, Kunst und Krempel und Snacks. Zu guter letzt findet er doch an einer Ecke ein Restaurant, in dem er speisen kann, sogar draußen, mit Blick auf den Hafen, in dem ein paar kleine Segelboote vor Anker liegen. Er genoss das Essen in allen Zügen und gönnt sich zum Abschluss noch einen Mai-Tai, der es in sich hat und ein Dessert mit Granatapfelkernen. Wieder spürt er das Beben unter seinen Füßen. Da aber wieder niemand darauf reagiert schiebt Piet das auf den Alkoholgehalt des Cocktails und denkt nicht weiter darüber nach. Mit einem gekonnten Griff in seine Innentasche angelt Piet ein Päckchen Zigaretten und Streichhölzer hervor und schafft es, eine Zigarette einhändig anzuzünden. Ein Trick, den er jahrelang geübt hatte, und der immer Eindruck machte. Mittlerweile senkt sich die Sonne, Piet hat es geschafft volle dreieinhalb Stunden beim Essen zu sitzen. Er zieht noch einmal an seinem Lungentorpedo bevor er ihn ausdrückt und sich bereit macht zu zahlen.
Die Hände in den Hosentaschen und hemdsärmelig schlendert Piet die Promenade entlang und langsam Richtung Koje. Die viele frische Luft und das üppige Essen haben ihn doch etwas müde gemacht. Nach einer ausgiebigen Dusche und einer gründlichen Rasur, Piet hasst es sich morgens zu rasieren, lässt er sich komplett unbekleidet auf das saubere Bett fallen. Er schafft gerade noch das Licht der Nachttischlampe zu löschen als er auch schon zu schlafen beginnt.
weiter im nächsten Teil