Vollständige Version anzeigen : Seehundstation soll Heuler töten?!
Moin, Moin,
es stand gestern in der Dithmarscher Landeszeitung und es steht hier in der SHZ:
Tierschützer machen der Seehundstation Friedrichskoog schwere Vorwürfe: Heuler sollen dort grundlos getötet worden sein.
"Obwohl die Seehundbabys ziemlich fit waren , wurden sie dort euthanasiert", sagt Tierärztin Janine Bahr.
Seit Jahren streitet sich Tierärztin Janine Bahr, Leiterin des "Tierhuus" in Wyk auf Föhr, mit Naturschützern und Behörden darüber, wie mit verlassenen Seehundbabys, den "Heulern", umzugehen ist. Sogar unnötige Tötung wirft die Tierschützerin ihren Kollegen vor - die Auseinandersetzung eskaliert
Hier der ganze Artikel in der SHZ (http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/artikeldetail/article/111/heuler-getoetet-weil-kein-platz-da-war.html)
und auch die Bildzeitung (http://www.bild.de/BILD/regional/hamburg/aktuell/2010/01/07/suesser-heuler-in-seehundstation/grundlos-getoetet.html) hat das Thema aufgegriffen.
Blue und ich haben gestern wirklich darüber lange diskutiert und wir sind völlig empört, enttäuscht, und wir haben es uns reiflich überlegt, ob wir das hier posten sollten.
Da Ihr es hier nun lesen könnt ....sehen wir es als Aufschrei gegen die Seehundstation....und fragen uns, was werden wir noch erfahren?
Mir schießen die Tränen in die Augen, wenn ich diesen Bericht lese.
Wir haben auch schon die Aufzuchtstation in Friedrichskoog besucht und waren damals begeistert, wie den Seehundbabys geholfen wird.
Nun aber bin auch ich entsetzt über die Vorgänge dort.:-(
Entsetzt bin ich auch über das Bußgeld, was man der Tierärztin Frau Bahr aufgebrummt hat. Ich habe die Tierärztin schon im Fernsehen gesehen und weiß, wie sehr ihr Herz an den Tieren liegt.
Ich frage mich allen Ernstes, wie kann es sein, daß das eine Gesetz das andere wieder aufhebt .... :(
Danke Manu für diese Information!
squarerigger
08.01.2010, 15:16
Hm, ich bin da eher geteilter Meinung. Fakt ist nun mal, daß eine Seehundstation immer nur ein limitiertes Platzangebot hat. Sollte es regelmäßig vorkommen, daß dieser Platz nicht reicht, müssten die zuständigen Behörden Geld locker machen, um mehr Platz zu schaffen.
Was aber, wenn es nur eine Ausnahme ist, daß der Platz nicht reicht? Würde man dann alle Tiere am Leben lassen und sie unter überfüllten Bedingungen halten, könnte das evtl. auch Tierquälerei sein. So hart es klingt: dann (und nur dann) kann es unter Umständen sinnvoll sein, die Tiere, die die miesesten Überlebenschancen haben, tatsächlich zu töten - um den verbleibenden Tieren mit besseren Chancen ein artgerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.
Sicher mag der nachfolgende Vergleich hinken, aber so ganz unpassend ist er nicht...
Ich bin ja ehrenamtlich im Kastastrophenschutz tätig. Dort gibt es klare Konzepte, wie im Katastrophenfall zu verfahren ist. Eine Katastrophe zeichnet sich dadurch aus, daß ich viele Verletzte und im Regelfall nicht ausreichend medinzinisches Personal habe, um sie alle adäquat zu versorgen. Also werden die Verletzten werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Eine dieser Gruppen sind Schwerstverletzte, die intensivste medizinzische Betreuung benötigen. Diese Personen werden tatsächlich zunächst NICHT komplett medizinisch versorgt, sondern nur mit Schmerzmitteln, etc. versorgt. Warum? Ganz einfach, die Zeit, die die Versorgung eines dieser Patienten benötigen würde (ohne daß eine Gewissheit besteht, daß er überhaupt durchkommt) für die Behandlung anderer Patienten mit höherer Überlebenschance fehlen. Man versucht also, zunächst den Patienen zu helfen, die die höhere Überlebenschance haben. Ziel ist es hier ganz klar, so viele Patienen wie möglich zu retten - um den verdammt hohen Preis, daß einzelne dann halt nicht versorgt werden können. Die Einteilung in diese Gruppen ist eine Aufgabe, die man seinem ärgsten Feind nicht wünscht, aber sie ist dennoch notwendig, da hier eine Abwägung zwischen dem Wohl vieler und dem Wohl einzelner erfolgen muß...
Und ähnlich könnte es auch im Fall der Seehunde sein...
Denkt bitte bei aller Empörung auch mal da drüber nach.
Alexander
Hallo,
es ist ja aber vom Land so vorgesehen das gefundene Heuler von den Seehundjägern beobachtet werden und dann gegebenebfalls in die Seehundstation gebracht werden,die gute Frau nimmt die Heuler anscheinend einfach mit,warum arbeitet sie nicht mit den Seehundjägern udn der Station zusammen?Für mich erweckt es ein bisschen den Eindruck als wenn da jemand jemand anderem an die Karre pissen will.Ich habe auch durchaus das fachwissen usw. um den Zustand eines Heulers beurteilen zu können und eventuell erste Hilfe Massanhmen zu ergreifen,trotzdem würde ich den Seehundjäger informieren,das ist sein Job.Ich weiß aber das in Friedrichskoog 2009 ziemlich viele Heuler waren,ich weiß auch das die Menschen die dort arbeiten teilweise schon morgens um 4 angefangen haben zu arbeiten um überhaupt alle Tiere versorgen zu können,so wie es sein sollte.Tut das jemand der Tiere einschläfern lässt damit die Station nicht zu voll ist?Finde das ganze wie gesagt sehr merkwürdig,natürlich gibt es immer mal wieder Tiere die sterben oder die erlöst werden müssen,leider können es nicht alle schaffen aber ich finde es eine Schweinerei der Seehundstation so etwas vorzuwerfen.Ich bin sehr häufig dort und nicht nur als Besucher,wenn alle Menschen in Ihren Jobs so engagiert wären wie die Leute in der Seehundstation dann hätten wir viele Probleme weniger auf dieser Welt.
Ist meine persönliche Meinung aber ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen das dort Tiere ohne medizinische Indikation eingeschläfert werden.Auch habe ich noch nicht oft gehört das gefundene Heuler gleich am Fundort von den Seehundjägern getötet werden.
LG Uschi
Und ähnlich könnte es auch im Fall der Seehunde sein...
Alexander
Hallo Alexander,
"könnte"....oder auch nicht:
http://www.seehundstation-friedrichskoog.de/index.php?option=com_content&view=section&id=5&Itemid=26
Es ist ein eingetragener Verein und für alle Vereine sind Spenden das A und O.
Es könnte nämlich auch der Kostenfaktor sein....
5000 € Aufzuchtskosten und 12 weitere Seehundsbabys ergeben 60 000 € nicht geplante Unterhaltungskosten, eventuell ein-zwei Tierpfleger mehr, Medikamente.
Letztendlich ist es für mich egal, es wurden gesunde Seehundbabys getötet, weil kein Platz da war oder die Kosten zu hoch.
Bleibt der für mich makabare Teil, wenn kein Platz vorhanden wird getötet. Andere ausser der Seehundstation dürfen keinen Heuler aufziehen oder helfen. Bei Hilfe gibt es Bussgelder, weil man gegen das Jaggesetz verstößt.
Ne Alexander, ich hatte mal Respekt vor der Seehundstation und bin jedes Jahr einmal hingefahren, habe meinen Obolus da gelassen und gut.
Das war einmal, denn ich muss nicht alles unterstützen, ich kann frei entscheiden und die gesamte Geschichte geht ja schon über viele Jahre so. Es kam halt nur sehr spät raus....
....man "könnte" alles schön reden, aber man muss es nicht!
squarerigger
08.01.2010, 16:42
Es ist ein eingetragener Verein und für alle Vereine sind Spenden das A und O.
Es könnte nämlich auch der Kostenfaktor sein....
...
Letztendlich ist es für mich egal, es wurden gesunde Seehundbabys getötet, weil kein Platz da war oder die Kosten zu hoch.
...
Andere ausser der Seehundstation dürfen keinen Heuler aufziehen oder helfen. Bei Hilfe gibt es Bussgelder, weil man gegen das Jaggesetz verstößt.
Tja, wenn es wirklich an den Kosten liegt, sind wir dann nicht alle gefordert, dafür zu sorgen, daß sich die Situation verbessert? Gerade wenn es so wäre, wäre doch Deine Reaktion, die Seehundstation nicht mehr zu unterstützen, genau die falsche Reaktion, oder?
Und ganz ehrlich, ich frag mich ernsthaft, ob diese selbsternannten Seehundretterin überhaupt in der Lage ist, die Heuler artgerecht aufzuziehen. Sicher, sie ist Tierärztin, da sollte man meinen, daß sie Ahnung hat. Aber selbst da hab ich insofern Zweifel, als das Seehunde sicher nicht gerade die Schwerpunkte im Veterinärmedizinstudium sind. Und selbst wenn sie die Ahnung hätte, hat sie dann auch die geeignete Umgebung, in der sich die Tiere wohlfühlen können? Solange sie das nicht nachweisen kann, kann ich es verstehen, wenn man nicht will, daß sie Seehunde aufzieht - und daher die rechlichen Mittel gegen sie aussschöpft. Wer garantiert uns denn, daß die Zustände bei ihr nicht vielleicht sogar Tierquälerei sind? Wer überwacht das bei ihr?
Uschi schrieb es sehr treffend: "Für mich erweckt es ein bisschen den Eindruck als wenn da jemand jemand anderem an die Karre pissen will." Den Eindruck hab ich leider auch...
Alexander
Letztendlich ist es für mich egal, es wurden gesunde Seehundbabys getötet, weil kein Platz da war oder die Kosten zu hoch.
Das ist eine Behauptung dieser TA,gibt es Beweise dafür??
Ich unterstütze die Seehundstation schon seid Jahren und werde das auch weiterhin tun.
LG Uschi
squarerigger
08.01.2010, 17:59
Das ist eine Behauptung dieser TA,gibt es Beweise dafür??
DAS ist der Knackpunkt. Ich denke, wir wissen alle, wie schnell die Presse auf vermeintliche Skandale aufspringt (vor allem die mit den vier großen Buchstaben). Aber allzu oft stellt sich raus, daß es doch nur heiße Luft war...
Alexander
Aber Hallo,
wie schon geschrieben, ist schon länger so, wußte man auch schon 2002:
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2003/erste7784.html
Zitat vom ehemaligen Tierarzt Pasquale Piturru in der SHZ:
Zahlen, die Pasquale Piturru, ehemals Tierarzt in Friedrichskoog, für realistisch hält - "wenn sie denn stimmen". Piturru, der die Kontingentierung während seiner Tätigkeit in Friedrichskoog selbst erlebt hat und bestätigt, hatte deshalb vor einigen Jahren seinen Dienst quittiert: "Ich wollte keine Tiere töten, nur weil die Station voll war."
Wir haben es hier nicht veröffentlicht, weil wir einen privaten Krieg gegen die Seehundstation abhalten möchten (haben nebenbei auch anderes zu tun), sondern als Information wie es wirklich gehändelt wird.
Über die Bild brauchen wir gar nicht diskutieren (obwohl, die auch nicht immer nur Enten plaziert!) und den Artikel von der Dithmarscher Landeszeitung werde ich versuchen einzuscannen (dauert aber noch).
Uschi und Alexander,
die Benutzer haben das Recht auf Information, auch wenn sie nicht jeden in dieser Form ansprechen.
Hallo,
Und wer nimmt sich das Recht raus zu beurteilen ob diesen Heulern vielleicht nicht zu helfen war?Ich denke das kann ein Laie wohl in den meisten Fällen nicht beurteilen.Ich glaube auch nicht wirklich das sich eine Institution wie die Seehundstation über das Tierschutzgesetz hinwegsetzt,die müssten ja auch mit Kontrollen vom Veterinäramt rechnen.
Letztendlich weiß niemand was da gelaufen ist,vielleicht wurde der TA dort auch entlassen und dann stellt man solche Behauptungen auf um sich zu rächen,wäre ja auch ein Gedankengang der überlegenswert wäre.
Als Gedankengang,es gibt genug Tierärzte die den unliebsam gewordenen Hund oder die Katze einschläfern,ohne medizinische Indikation,da fragt aber keiner nach.
Ich habe auch nicht behauptet das Ihr einen persönlichen Krieg gegen die Seehundstation führen wollt,es geht um die Information der User,dann denke ich darf ich auch meine Meinung dazu kund tun.
Auch wenn ich da eine andere Meinung als die Betreiber zu habe,oder?
LG Uschi
squarerigger
08.01.2010, 20:14
Auch wenn ich da eine andere Meinung als die Betreiber zu habe,oder?
Seh ich genauso!
Und eigentlich war es vor allem meine Absicht, durch meinen Kommentar mit dem Vergleich zur Katastrophenmedizin mal zum Nachdenken darüber anzuregen, ob es vielleicht tatsächlich gute Gründe für eine evtl. Tötung einzelner Heulen geben könnte. Natürlich ist jeder tote Heuler einer zu viel, aber wenn es z.B. wirklich so wäre, daß durch den Tod eines Einzelnen die Chancen für die anderen steigen würden, dann wäre es durchaus gerechtfertigt.
Also, Manu, bitte fass nicht jede Meinung, die nicht mit Deiner übereinstimmt, gleich als persönliche Kritik oder so auf. Ein Forum lebt doch von unterschiedlichen Meinungen, oder? Und gerade bei solchen vermeintlichen "Aufregern" mag ein anderer Blickwinkel durchaus sinnvoll sein...
Alexander
kostheutnix
08.01.2010, 22:53
Erst einmal Danke Manu, das dieser Bericht hier eingestellt wurde. Dies war absolut richtig.
Die tatsächlichen Vorgänge kennt niemand von uns und jeder versucht sich aus den vorhandenen Informationen etwas zusammen zu reimen.
Ich bin momentan zutiefst verwirrt über die Vorwürfe und erlaube mir keine Bewertung anhand der paar sehr polarisierenden "Informationen".
Bei mehr und vor allem fundierten Infos, sollte man die Sache selbstverständlich diskutieren und eventuelle persönliche Konsequenzen ziehen.
Solange sind das hier alles nur gegenseitige Vorwürfe und keine "echte" Fakten sind, sollte man dieses Thema mit Abstand, aber auch sehr genau beobachten.
Heute irgendwie traurige Grüße an euch
Heiko
Einen wunderschönen Tag wünsche ich allen in diesem Forum. Ich arbeite seit zwei Jahren in der Seehundstation als freischaffender Künstler an der Ausstellung "Robben der Welt" und bin der Meinung mir ein sehr gutes Bild zu den "Vorgängen" in der Station machen zu können. Die Vorwürfe die Frau Bahr gegen die Station ins Feld führt, sind nach meiner Erfahrung, haltloser Blödsinn. Frau Bahr versucht seit Jahren der Station auf allen möglichen Wegen zu schaden. Warum, fragen Sie die Dame bitte selber. Die Mitarbeiter der Station machten auf mich bis jetzt einen äußerst kompetenten und hoch engagierten Eindruck. In der Heulerzeit arbeitet man von 03:00 Uhr morgens im dreistündigen Turnus, und bevor Frau Rosenberger ein Tier aufgeben würde,friert die Hölle zu. Das Team der Station tut wirklich alles um die Tiere durchzubringen. Ich würde allen empfehlen die Station aufzusuchen um sich selbst ein Bild zu machen. Das hätte auch die Presse tun sollen, bevor Sie Frau Bahrs Vorwürfe ungeprüft übernahm. Jetzt ist das Kind im Brunnen...
watterleben
09.01.2010, 19:00
Moin moin,
danke nochmal an Reini! Alle Jahre wieder wird das Robbentöten rausgekramt und die Medien stürzen sich darauf! Wir reden hier über Wildtiere und dieser ganze Medienrummel ist für den Schutz dieser Tiere eher kontraproduktiv.
Hier dazu die Stellungnahme (http://www.nordsee-netz.de/174/2010-0452/seehunde-robben-nordsee.html) vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein.
Für Interessierte, die mehr Hintergrundwissen als die Zeitungen dies bieten erfahren möchten , kann ich nur wärmstens das wunderschöne Buch "Der Seehund" von Armin Maywald empfehlen.
Watt´n Gruß vom Wattführer Jens Uwe
Hallo,
Und wer nimmt sich das Recht raus zu beurteilen ob diesen Heulern vielleicht nicht zu helfen war?Ich denke das kann ein Laie wohl in den meisten Fällen nicht beurteilen.Ich glaube auch nicht wirklich das sich eine Institution wie die Seehundstation über das Tierschutzgesetz hinwegsetzt,die müssten ja auch mit Kontrollen vom Veterinäramt rechnen.LG Uschi
Das scheint mir in diesem Fall der Knackpunkt zu sein. Denn diese Kontrollfunktion übernimmt - wenn ich den SHZ-Artikel richtig verstanden habe - eine Frau Siebert aus dem Forschungs- und Technologiezentrum Büsum, die rein zufällig mit dem für Friedrichskoog zuständigen Tierarzt verheiratet ist. Ich bin auf jeden Fall ein Gegner jeglicher Vorverurteilung, allerdings bildet diese Konstellation ein gewisses Missbrauchspotential.
@Rossi
ich gebe dir recht das man da schon in die Richtung denken könnte,trotzdem muss auch eine Seehundstation immer damit rechnen das mal ein Amtstierarzt vom Veterinäramt dort auftaut,wohl gerade auch wenn solche Sachen im Umlauf sind.
LG Uschi
Hallo uschi68, da hast Du ganz recht. Im letzten Jahr war der Amtstierarzt, Behördenvertreter, sowie Vertreter der namhaften Umweltschutzverbände in der Seehundstation und fanden keine Unregelmäßigkeiten bezüglich der dauerhaften Vorwürfe der Frau Bahr. Man (Frau) ist daraufhin kopfschüttelnd von dannen gezogen. Das Frau Bahr mit den selbigen Anschuldigungen nun an die Presse, und hier im besonderen die Zeitung mit den 4 großen Buchstaben ging, dafür denke ich mir wird Sie Ihre gaaaaanz speziellen Gründe haben.
Übrigens ist der in der B-Zeitung abgebildete Heuler nie in der Station gewesen. Ich hoffe nur das diese nette kleine Schmutzkampagne nun hoffentlich bald ein Ende findet, und es wäre wünschenswert das der Frau Bahr mal von Behördenseite kräftig auf den Zahn gefühlt wird....
Hallo,
wenn man mal Onkel google bemüht findet man zudem sehr schnell das eben besagte Frau mit der Seehundstation in Pieterburen zusamenarbeitet,dort sind im Moment angeblich über 100 Heuler,werden die dort nicht ausgewildert?Komischerweise habe ich hier ein Buch liegen wo der Station in Pieterburen schon 2004 vorgeworfen wurde das sie auch Jungtiere nimmt die garkeine Heuler sind.Komisch ,komisch.
LG Uschi
Elch-Erik
18.02.2010, 15:52
Unter anderem hier mal Aus Wiki:
Heuler-Aufzucht
Ein Jungtier, das seine Mutter dauerhaft verloren hat, wird als „Heuler“ bezeichnet.
Ein immer häufiger auftretendes Problem für die Seehunde des Wattenmeers sind vor allem Touristen, Segler, Trophäenjäger usw. die sich im Watt aufhalten und auf junge Seehunde stoßen. Die Muttertiere lassen die Jungen für die eigene Futtersuche oft für lange Zeit Problemlos allein. Wenn in dieser Zeit Touristen auf die vermeintlich allein gelassenen Jungen stoßen und das Junge berühren oder gar streicheln, wird die Mutter das mit Menschengeruch behaftete Junge nicht mehr akzeptieren. Selbst ein Fremdgeruch im Bereich des `Aufzuchtnestbereiches` kann die Muttertiere verschrecken.
Leider ist der Mensch daher viel zu häufig an der Situation "Heuler" Schuld, welche sich in der jüngsten Vergangenheit erschreckend häuft. Auch viele Aufzuchtstationen sind daher zum Teil Überlastet.
Hier kann man nur an alle Touristen appellieren: Bitte lasst die Tiere in Ruhe, nähert euch vor allem den jungen Tieren nicht mehr als auf Sicht unbedingt nötig ist und bitte versucht NIEMALS die Tiere zu Füttern!
Die erste erfolgreiche Aufzucht eines Heulers wurde 1956 bekannt; das Tier wurde allerdings anschließend ins Aquarium Wilhelmshaven und nicht in die Freiheit verbracht, da aufgrund der damals üblichen Robbenjagd ein Überleben eines von Menschenhand aufgezogenen Seehundes für sehr unwahrscheinlich gehalten wurde. Seit den 1970ern wurden feste Seehund-Aufzuchtstationen entlang der Nordseeküste errichtet.
Heuler sind ein natürliches Phänomen. Sie haben ihr Muttertier durch Verstoßen, Tod oder Stürme verloren, oder die Mutter hat ein krankes oder verletztes Jungtier verlassen. Der Sinn der Seehund-Aufzuchtstationen ist vor allem in jüngerer Zeit heftig diskutiert worden. Zum einen sind auch gesunde Seehundjunge dorthin gebracht worden, deren Mutter auf Nahrungssuche war und zu ihrem Jungen zurückgekehrt wäre – Schätzungen der Kritiker gehen sogar davon aus, dass dies für 90 % aller eingelieferten Heuler zutrifft. Die wirklich kranken und pflegebedürftigen Seehunde hingegen seien durch natürliche Selektion ausgesondert worden, und es sei unnatürlich, diese aufzupäppeln und ihnen zu einem Leben in Freiheit zu verhelfen. In den Aufzuchtstationen kommt es zu Todesfällen durch Stress oder durch die Zwangsfütterung, die notwendig ist, da die Heuler fast immer die Nahrungsaufnahme verweigern. Die letztlich entlassenen Seehunde sind oft halbzahm und meiden ihre Artgenossen.
Die Kritik hat dazu geführt, dass Dänemark bereits seit 1985 keine Heuler mehr auswildert und seit 1993 alle gefundenen Heuler getötet werden. An deutschen Nordseeküsten gab es auch ein Umdenken. Die Station in Friedrichskoog nimmt keine kranken oder verletzten Heuler mehr auf. Viele Seehundbänke liegen heute in den Kernzonen der Nationalparks, damit Touristen keine Heuler mehr aufgreifen können. Die nach Friedrichskoog verbrachten Seehunde werden bis auf Einzelfälle wieder ausgewildert.
Viele „Tierfreunde“ haben für solche Maßnahmen wenig Verständnis. In den Niederlanden suchen sie immer noch die Strände ab und bringen selbst kerngesunde Jungrobben in die Station Pieterburen. Gegen die Methoden der Mitarbeiter der Station Pieterburen, die auch an deutschen Küsten gegen geltendes Recht Heuler aufgegriffen haben und allein im Jahr 2001 über 300 junge Robben aufgezogen haben, wird seit Jahren erfolglos von Naturschützern protestiert.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Seehund&stable=0&shownotice=1#Heuler-Aufzucht
So Viel zu den vermeintlichen Tierschützern usw......:confused: de Facto gilt: am besten die Tiere in Ruhe lassen und so von den 90% unnötigen Heulern wieder zu einer normal zu selektierenden und natürlichen Auslese kommen....
Konrador
01.03.2011, 15:18
und wo bleibt jetzt angela merkel, um sich für den schutz der tiere zu engagieren????