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Vollständige Version anzeigen : Gewitter auf der Sandbank


Strandfloh
12.07.2006, 18:23
Moin!

Es war im Sommer 2004. Ich war mal wieder in SPO. Es war herrliches Wetter, zwar etwas frisch, aber dennoch warm genug um in Badesachen am Strand rumzulaufen. Für mich jedenfalls. Einige andere Leute fanden es dafür zu kühl, aber ich fand es genau richtig. Ich lief diesen Tag auf die Regatta-Strecke raus. Es war leicht bewölkt. Keine richtigen Wolken, sondern eher Schleierwolken. Ab und an waren sie etwas dichter, dann wieder sehr lückenhaft und ließen den blauen Himmel durchblitzen.
Da lief ich also und mit mir noch einige andere auch. Nach und nach drehten die Menschen, die vor mir liefen dann um, die, die mir folgten wurden immer weniger und die, die mir entgegen kamen wurden erst mehr und dann, je weiter ich rauslief, immer weniger. Das lag daran, dass es langsam und sachte anfing zu tröpfeln. Der Himmel war nun bedeckt, aber die Wolken sahen nicht wirklich bedrohlich aus. Und da die Tropfen auch nicht mehr und nicht stärker wurden, lief ich weiter. „Das bisschen Regen macht nichts, ich bin ja nicht aus Zucker.“ dachte ich mir und die Wolken wurden auch schon wieder heller.
So lief ich denn weiter und befand mich irgendwann auf der zweiten oder sogar dritten Sandbank. Ich glaube, es war Flut und von daher war die erste Sandbank eh schon unter Wasser.
Mittlerweile war ich so gut wie alleine auf der Sandbank. In weiter Ferne sah ich noch ein paar Menschen in Form von kleinen schwarzen Punkten an der Wasserkante kurz vor der Badestelle Bad entlanglaufen, welche jedoch bestimmt etwa eine Stunde entfernt waren.
Mein Blick ging regelmäßig zu den Wolken weit hinten am Horizont. Ich weiß nicht warum genau, aber ich behielt sie im Auge. Vielleicht um nicht noch richtig einzuregnen, vielleicht aber auch nur einfach so.
Dadurch entging mir natürlich auch nicht, dass sich der Himmel zusehends dunkler färbte. Es war Westwind, was hieß, dass dieses Wolkenband genau auf die Küste zugetrieben wurde.
Ich blieb einen Moment stehen und überlegte, ob ich zurückgehen sollte und betrachtete mir dabei die Wolken etwas genauer. Ich sah ihnen zu und stellte fest, dass sie genau auf Böhl zusteuerten. Da ich mich jedoch etwa auf der Höhe von Süd befand, beschloss ich nicht umzudrehen.
Plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel irgendetwas über dem Wasser. Als ich genauer hinsah konnte ich eine kleine Windhose erkennen. „WOW“, dachte ich. „Sowas habe ich ja noch nie gesehen.“ Ich kramte meinen Foto raus und machte ein Bild davon. Ob das Bild etwas geworden ist, kann ich Euch leider nicht sagen, da ich diesen Film immer noch nicht entwickelt habe. Ich denke mir auch mal, dass sich eine Entwicklung bald nicht mehr lohnen wird, da der Film zu lange liegt. Aber egal. Im Kopf habe ich dieses Bild ja noch vor Augen.
Also ich machte ein Foto von der Windhose und sah ihr zu, wie sie ihren Weg in Richtung Küste fortsetzte. Ich hoffte nur, dass sie ihre Richtung nicht wechseln und über die Regattastrecke wirbeln würde, aber das tat sie auch nicht. Sie steuerte direkt auf den Böhler-Leuchtturm zu. Der Himmel wurde immer dunkler und es begann wieder zu regnen. „So ein Mist!“ dachte ich mir. „Nun werde ich doch noch naß.“
Ich zog meine Klamotten, die ich mir mittlerweile wegen der aufkommenden Kälte angezogen hatte, wieder aus, damit sie nicht naß wurden, verstaute sie im Rucksack und stand somit wieder nur in Badeklamotten da. Es war recht frisch. Der Regen wurde stärker und ich setzte mich auf einen Baumstamm, der dort am Strand lag, legte meinen Rucksack unter eine umgedrehte Fischkutterkiste, die ebenfalls als Treibgut an den Strand gespült worden war und kauerte mich zusammen. Ich fing an zu frieren, da der Wind auffrischte. Was mit der Windhose passiert ist, kann ich gar nicht mehr sagen, da ich so damit beschäftigt war, nicht zu sehr naß zu werden.
Tja, da saß ich dann nun und wartete, bis der Regen aufhören würde. Aber er hörte nicht auf. Ich hatte das Gefühl, dass er immer mehr wurde und plötzlich fing es über dem Wasser an zu grollen. „Nee, ne?! Das darf jetzt ja nicht wahr sein! Ein Gewitter!“ dachte ich mir und kaum war der Gedanke raus, da zuckte es auch schon aus den Wolken raus. „Was nun? Zurück nach Bad, am Wasser entlang, oder Richtung Dünen?“ Diese Frage schoss mir durch den Kopf und ich wusste einen Moment echt nicht, was ich machen sollte. Mir war auf alle Fälle klar, dass ich weg musste von hier, nur wohin? „Was ist weiter weg?“ fragte ich mich. Ich konnte es schwer einschätzen und sagen, also beschloss ich, in Richtung Dünen zu laufen. Ich kramte meinen Rücksack wieder raus und lief los.
Plötzlich zuckte es wieder hinter mir und das Grollen des Himmels war zu hören. Mir wurde ganz anders, als mir bewusst wurde, dass sich der Wind gedreht und kurz vor Böhl dann Richtung Bad geschwenkt hatte. Das Unwetter kam genau auf mich zu. Mir wurde klar, dass ich der höchste Punkt im Watt war, egal ob ich nun laufen, kriechen, robben oder mich flach auf den Boden legen würde. Mich überkam eine riesen Panik und ich fing an zu rennen. Die Blitze zuckten über dem Wasser. Sie waren noch recht weit weg, denke ich, aber ich konnte ihre Energie deutlich spüren. Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, aber es ist sehr beängstigend.
Mit dieser Angst und dieser Panik im Kopf lief ich um mein Leben. Ja, so kann man es echt bezeichnen. Mir schossen Gedanken durch den Kopf, die sicher jeder in dieser Situation gehabt hätte. Ich weiß sie nicht mehr alle. Das einzige, was ich noch weiß ist, dass ich dachte, dass ich noch nicht sterben will und dass mich hier wahrscheinlich auch so schnell niemand finden wird, da ich niemandem genau gesagt hatte, wo ich hingehen würde, da ich es, als ich das Haus verließ, selber auch noch nicht genau wusste. Ich dachte mir, dass mich dann die Flut irgendwann einholen und mich die Ebbe mit hinaus aufs Meer ziehen wird. Es ist schon heftig, was einem für Gedanken da durch den Kopf gehen. Wirr und unkoordiniert und irgendwie hemmend. Sie lähmen einen und man muß sich dazu zwingen, weiterzulaufen. Mir schoss es immer wieder durch den Kopf: „Lauf, lauf um Dein Leben!“
Doch das Laufen war sehr schwer.
Der Regen peitschte.
Der Wind nahm mir die Luft zum atmen.
Der Sand klebte auf der Haut.
Der Rücksack schlenkerte auf dem Rücken hin und her.
Die Muscheln wurden zu kleinen Messern und somit zu einer drohenden Verletzungsgefahr.
Der Sand unter den Füßen war bretthart oder butterweich.
Ich sank teilweise bis zu den Knöcheln in den durch den Regen und das auflaufende Wasser der Flut aufgeweichten Boden ein.
Das Vorankommen war mühsam, sehr mühsam und um mich rum spürte ich die Energie der zuckenden Blitze und bei jedem Grollen zuckte ich automatisch zusammen.
Teilweise bildeten sich Pfützen auf dem Sand oder ich musste die Wasserzungen des Priels durchlaufen. Hier bekam ich natürlich noch mehr Panik, da meine Füße noch nasser wurden und ich somit genau im leitenden Element drinnen stand.

©by Strandfloh 2006

.... weiter in Teil 2

Strandfloh
12.07.2006, 18:26
....

Irgendwann erreichte ich dann die Dünen. Ich schmiß mich einfach nur noch bäuchlings in den Sand. Mir war es egal, wie ich danach aussehen würde.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals.
Ich schnappte nach Luft.
Ich fing einfach an zu heulen.
Die Tränen liefen mir über das Gesicht und mischten sich mit dem Regen.
Ich konnte einfach nicht mehr.
Ich lag da und mir wurde bewusst, in welcher Gefahr ich mich befunden hatte und eigentlich immer noch befand.
Die Panik packte mich erneut und mein ganzer Körper wurde von den Weinkrämpfen durchgeschüttelt.
Meine Knie wurden weich.
Mir war kalt.
Ich war durchgefroren.
Ich wusste zum ersten Mal in meinem Leben, was es wirklich heißt, Angst zu haben.
Ich griff nach meinem Handy, machte es wieder an und wählte die letztgewählte Nummer. Ich musste einfach jemandem mitteilen, wo ich war, was mir passiert war und mir einfach nur einen Rat einholen weil ich nicht mehr klar denken konnte.
Das Gewitter wurde schwächer, doch ich hatte trotzdem noch riesige Angst, dass der Blitz genau in mein Handy und somit in mich einschlagen könnte.
Ich machte mein Handy schnellstmöglich wieder aus, holte noch mal tief Luft und machte mich auf den Weg zum Steg. Es war noch ein ganz schönes Stück, was vor mir lag und ich musste noch zwei Mal wadentief durchs Wasser laufen.
Irgendwann erreichte ich dann die Badbrücke. Ich war komplett mit Sand paniert: meine Haut, meine Haare, meine Klamotten. Ich lief den Steg zurück. Manche Menschen sahen mich recht komisch an. Ich möchte auch ehrlich gesagt nicht wissen, wie ich ausgesehen und was ich für ein Gesicht gemacht habe. Ich weiß nur, dass ich so erleichtert war, als ich den Steg betrat.
Als ich bei meinem Fahrrad ankam, zog ich mir meine restlichen Sachen wieder an. Ich radelte langsam zurück und warf noch mal einen Blick zurück in die Richtung, aus der ich gekommen war.
Der Himmel wurde wieder heller.
Der Regen hatte nachgelassen.
Es sah fast so aus, als ob nichts passiert war.
War es das überhaupt, oder war das nur ein böser Traum?
Nein, es war Realität gewesen und ich war mitten drin. Meine aufgeweichten und dreckigen Klamotten verrieten es mir und ich werde dieses „Erlebnis“ bestimmt nicht so schnell vergessen, wie Ihr ja hieran sehen könnt.

Ein paar Tage später dann lief ich Richtung Westerheversand zur Fahrrinne. Der Himmel war hell und mit mir liefen noch einige andere Leute auch. Ich hatte den Himmel aber immer im Auge und bemerkte daher sofort, als dieser begann, sich dunkel zu verfärben. Um mich rum waren noch viele andere Menschen. Dieses Mal war ich wenigstens nicht alleine. Ich behielt den Himmel trotzdem im Auge und als ich sah, das es über dem Wasser bereits anfing zu regnen, machte ich mich auf den Rückweg.
Der Wind kam von Süden.
Ich lief Richtung Süden und somit genau auf die Gewitterfront zu.
Mein Schritt wurde schneller und teilweise rannte ich auch.
Der Wind blies mir direkt ins Gesicht und es war daher schwer, zu rennen. Ich hatte das Gefühl, ich würde gar nicht vom Fleck kommen und die Angst begann sich wieder etwas in mir breit zu machen.
Doch dieses Mal war ich nicht so weit von den Pfahlbauten weg.
Dieses Mal wurde ich gesehen.
Dieses Mal war sogar das DLRG-Häuschen noch besetzt.
Das alles linderte die Angst etwas, obwohl es langsam anfing zu regnen.
Als der Regen gerade richtig los ging, erreichte ich das DLRG-Häuschen, hielt im Vorbeirennen noch einen Smaltalk mit den Rettungsschwimmern und hechtete weiter Richtung Unterstellmöglichkeit.
Der Imbiß, der auf der Außenplattform von der Silbermöwe steht, hatte noch offen und der Vorbau dienet mir und noch einigen anderen als zwar kleiner aber feiner Unterstand.
Kaum war ich dort recht naß angekommen, ging das Gewitter richtig los, mit Regen und Hagel und allem was dazu gehört. Jetzt wo ich im halbwegs trockenen und sicheren stand, konnte ich mir das Himmelsspektakel auch ansehen und betrachten. Es sah schon heftig aus, wie der Wind den Regen über das Meer und den Strand peitschte, wie die Wolken aufrissen und die Sonne alles in ein tiefes Gold tauchte und somit einen hammerharten Kontrast zu den kohlrabenschwarzen Wolken bildete. Es sah nach Weltuntergang aus, aber trotzdem wunderschön. Der Himmel brannte und ich stand im Sicheren.
Der Kiosk wurde geschlossen, was hieß, dass wir unseren Unterstand verlassen mussten. Da der Regen sowieso schwächer wurde, begab ich mich auf den Weg zu meinem Rad. Hier wechselte ich meine nassen Sachen gegen klamme Sachen aus, trocknete meinen Sattel ab und machte mich auf den Rückweg zu meiner Unterkunft.

Als ich dann irgendwann kurze Zeit später am Strand spazieren ging, erzählte mir ein Einheimischer, als es mal wieder nach einem Unwetter aussah, dass allerdings, so wie er es auch vorhergesagt hatte, vorbeizog, dass ein Blitz irgendwann mal jemanden genau hinter dem Deich erschlagen hätte. Zum Glück habe ich das erst hinterher erzählt bekommen, denn als ich da so in den Dünen lag, fühlte ich mich doch recht sicher, da ich nun nicht mehr der höchste Punkt in der Landschaft war.

Wenn ich das hier so schreibe und noch mal lese, habe ich das Gefühl, es wäre erst gestern gewesen. Ich sehe alles wieder ganz genau vor mir und die Einzelheiten kommen wieder hoch.
Ich bin seit dem noch vorsichtiger geworden und höre jeden morgen die Wettervorhersage bevor ich an den Strand gehe. Sobald auch nur das kleinste Gewitter angesagt wird, versuche ich meinen Tag so zu planen, dass ich möglichst dicht an einem Unterstand und somit in Sicherheit bin.
Es war und ist mir eine Lehre.

Ich appelliere daher an alle, die an die See fahren: Denkt dran, an der See kann das Wetter, genau wie in den Bergen, sehr schnell umschlagen. Sobald sich der Himmel sehr dunkel verfärbt, tretet den Rückweg an. An diesem Tag war glaube ich kein Gewitter angesagt, aber trotzdem hat es mich eiskalt erwischt.

Paßt daher bitte alle auf Euch auf.

©by Strandfloh 2006

Grüße,

Strandfloh.

blue
12.07.2006, 18:46
http://www.kuestenforum.de/bilder/gewitter.jpg
Habe ich 1999 mal zusammengebastelt ;-)

blue_merlin
12.07.2006, 21:42
@blue
:top: Schön zusammengebastelt. :top:
Mit welchem Programm "bastelst" Du?

Jochen
13.07.2006, 08:19
@ Strandfloh

Man spürt die Panik in der Du gewesen sein musst. Und übernimmt sie sogar zum Teil. Sehr spannend geschrieben. Gänsehaut im Nackenbereich.

@blue_merlin
Photoshop, würde ich tippen in Kombination mit ein paar Effektfiltern von Kai's Powertools oder Nik Efex - aber das hat eigentlich nichts mit der Nordsee und diesem Artikel zu tun. Nix för ungoot. ;)

Gruß
Jochen

blue
13.07.2006, 11:33
@blue Merlin
Das war damals Photoimpact... Photoshop habe ich noch nicht so lange...

*Sweety*
13.07.2006, 17:58
@Strandfloh:

Wieder einmal muss ich dich loben! Deine `Geschichte` ist wieder

wunderschön geschrieben! Ich kann mich jedesmal mit reinversetzen!

Bravo :top:

MfG *Sweety*

Seerobbe
14.07.2006, 17:06
.... auch mal in SPO erlebt. Zwar kein Gewitter dafür, und das ist sogar noch ein klein wenig furchterregender, Nebel.......

Mein Mann und meine damals 1jährige Tochter und ich sind an den Strand gegangen, wir wohnten in der Utholmerstr, so das wir das Auto stehen lassen konnten. Am Haus und in der Straße war noch nix vom Nebel zu sehen. Wir gingen also an den Strand, vorbei am Pfahlbau von der Serie GDW( damals stand die noch und wurde von der nächsten Serie "die Strandclique" noch mit benutzt), und dachten uns nix böses, als ganz plötzlich wie aus dem nichts die Nebelwand vor uns auftauchte. Ich sags euch, das war zwar ein spektakulärer Anblick,aber auch sehr beängstigend. Der Nebel verschluckte einfach alles, kein Geschrei der Möwen war zu hören, das Meer konnten wir überhaupt nicht sehen geschweige den die Brandung auch nur erahnen.

Sicht gleich null, wir gingen noch ein kleines Stückchen weiter, immer die Dünen im Rücken, dann hat sich der Nebel wieder gelichtet, wir konnten die Pfahlbauten und die Schaukeln wieder sehen, von Menschen keine Spur( es müssen aber welche da gewesen sein), kein Laut war zu hören.....
Und dann kam sie wieder die blickdichte Suppe....Von jetzt auf nacher waren wir im Nebel eingehüllt. Eigentlich wollten wir mit unserer Tochter ja zu den Schaukeln gehen aber nachdem wir nichts mehr sahen außer uns selbst, sind wir umgekehrt um uns wieder in Sicherheit zu bringen.

Nach diesem Ereigniss war uns beiden klar wie gefährlich es ist wenn man sich im Nebel am Strand verirrt, da der Nebel alle Geräusche schluckt und man nicht weiß wo man sich befindet, ist es unter Umständen, wenn man nicht rechtzeitig den Rückzug einleitet, eine tödliche Gefahr.

Seit diesem Zeipunkt haben wir beiden noch mehr Respekt vor der See und dem Wetter.....

Aber ich denke wenn man den Tidekalender aufmerksam liest und sich an die Anleitungen hält dann kann man seinen Urlaub auch sehr gut genießen.

Bei sonnigem schönem Wetter denkt man gar nicht daran was alles passieren kann und das ist auch gut so, aber man sollte immer im Hinterkopf haben das das Wetter jederzeit umschlagen kann und dann ist es besser man bringt sich in Sicherheit als das man das Leben von sich selbst und von den Seinen mit einer unnötigen, unüberlegten,vielleicht auch selbstüberschätzen Aktion in Gefahr bringt.....

In diesem Sinne wünsche ich allen einen gefahrlosen, super, tollen Urlaub in SPO,wir werden bald da sein, nur noch wenige Stunden trennen uns vom lang ersehnten SPO Urlaub.

Wir sehen uns in SPO

Gruß
Seerobbe

Kurhexe
14.07.2006, 17:45
Ich wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub in SPO;)

nordseefreund
12.10.2006, 09:29
@ Strandfloh

:cool: :cool:

Meinen vollen Respekt und Hochachtung zu Deinem niedergeschriebenem Erlebnis. Als ich das las, war ich Sofort mitten drin, ich konnte mir alles bildlich vorstellen und sah Dich genau, konnte Deine Panik uns Angst beim Lesen spüren...

Wenn wir im nächsten Jahr an der Nordsee ( bei Tönning ) Urlaub machen, werde ich mich genau an deine Geschichte mit Sicherheit erinnern und meinen Bekannten davon erzählen.

Wir werden auf uns und unsere Kleinen Acht geben, VERSPROCHEN :top: :top:

Vielen viele Dank für dieses faszinieren verfassten Beitrag Deines Erlebnisses...

Liebe Grüße aus Baden Württemberg
Andreas

HB
12.10.2006, 20:50
Guten Abend Strandfloh !

Vielleicht zum Thema Gewitter eine Geschichte von meiner Mutter :

Sie war Österreicherin und ein ausgeprägter Naturmensch. Sie liebte das Bergsteigen und Skifahren sehr und seit sie hier nach Nordwestdeutschland gekommen war, genauso die Nordsee.

Einsame Bergbauern und Halligbewohner sind sich mental näher, als man auf den ersten Blick vielleicht meinen sollte.

Jedenfalls hatte sie in den Bergen einige extreme Wettersituationen erlebt und überlebt und hat dann mal gemeint, wie es darum ging, dass man beim Bergsteigen in der Wand vom Gewitter und Temperatursturz überrascht wurde
"...weglaufen kann man nicht...man muß das beste daraus machen, irgendwo versuchen, ein klein wenig Unterschlupf zu finden, und wenn man nur halb nass wird und nicht ganz...der Berg ist so groß und der Mensch ist so klein, da ist die Chance doch groß, dass es was anderes trifft..und der Blitz, der einen treffen soll, den sieht man sowieso nicht mehr..."

Ich habe allerdings an ihr beobachtet, wenn wir im Gebirge oder an der See waren, dass es ihr eigen war, mit großer Umsicht und Gespür die Wetterlage zu prüfen, bevor wir irgendetwas unternommen haben. Sicherlich sind solche intuitiven Gaben bei uns mehr oder weniger "Stadtmenschen" immer mehr verkümmert...um so heftiger und unvorbereiteter trifft es einen dann..:confused:


Gruß HB