Bea
09.05.2006, 09:25
Moin zusammen!
Im Winterhalbjahr gibt es auf den Halligen auch ab und zu Landunter. Das ist dann für Gäste ein ganz besonderes Erlebnis.
Während meines Halligurlaubs über den Jahreswechsel 2004/2005 konnte ich ein Landunter miterleben. Eigentlich waren es drei, denn drei mal hintereinander war das Hochwasser deutlich höher als normal (das Morgen- und das Abendhochwasser am 2. Januar 2005 und das Morgenhochwasser am 3. Januar 2005), so dass die Nordsee in die Hallig kam, die Hallig also "blank lief". Das höchste war ca. 2,40 Meter über dem mittleren Tidehochwasser. Schon gut 3 Stunden vor dem Zeitpunkt des Abendhochwassers am Sonntag war der Wasserstand höher als normalerweise bei Hochwasser und es wehte ein kräftiger Wind, zeitweise gab es Orkanböen. Das war schon alles sehr beeindruckend, vor allem als die Wellen dann über die Kante schlugen und die Hallig blank lief. Ich war stundenlang draußen, stand oben auf der Warft, suchte zeitweise an der Hauswand Schutz vor dem Sturm, lief aber zwischendurch immer wieder zum Wasser hin und dann die verschiedenen Warft-Aufgänge hinunter um genau zu beobachten, wie das Wasser steigt. Man kann das Schauspiel gar nicht beschreiben, man muss es mal erleben.
Einige Stunden nach Hochwasser liegt dann "draußen" das Watt wieder frei, während "drinnen" ein einheitliche Wasserfläche zu sehen ist, aus der nur die Warften mit den Häusern herausragen.
Für die Halligbewohner ist so ein Landunter aber überhaupt nichts bedrohliches. Im Gegenteil, sie sagen, es ist gemütlich. Weil z.B. eventuelle Termine ausfallen müssen, da man ja nicht von der Warft runter kommt. Wenn Besuch da ist oder Feriengäste, dann bleiben die eben noch ein bisschen länger als geplant. Und die Kinder freuen sich über schulfrei (nur blöd, wenn sowieso noch Weihnachtsferien sind).
So hoch, dass die Haustüren mit Schotten und Sandsäcken dicht gemacht werden müssen, steigt das Wasser glücklicherweise nur sehr selten. Seit den 80er Jahren wurden auch fast alle Warften noch einmal erhöht, so dass das Wasser wirklich schon sehr hoch steigen müsste, bevor es eine Gefahr darstellt.
Hoffentlich kommt es in absehbarer Zeit nicht dazu.
Aber so ein gemütliches Landunter würde ich gerne noch öfters erleben
Ein paar Fotos habe ich auch noch:
http://img10.echo.cx/img10/6065/0502h0or.jpg
Die Hallig ist blank, d.h. das Halligland steht unter Wasser. Nur die Nachbarwarft überragt die Wasserfläche.
Der Verlauf der Straßen und Wege lässt sich an den aus dem Wasser herausragenden Zaunpfählen erkennen.
http://img10.echo.cx/img10/189/0501h2zj.jpg
Das Wasser steht am Fuß der Warft.
http://img10.echo.cx/img10/9071/05039fy.jpg
Das nächste Hochwasser wird noch höher. das Wasser kommt schon wieder über die Halligkante,
obwohl es bis zum Zeitpunkt des Hochwasser noch eine ganze Weile hin ist.
Der Hausherr hat gerade draußen alles gegen den Sturm gesichert.
http://img10.echo.cx/img10/195/0504h4ev.jpg
Das Wasser steigt.
http://img10.echo.cx/img10/4299/05055ji.jpg
Am nächsten Vormittag strahlender Sonnenschein. Das Wasser ist schon deutlich zurückgegangen.
Ein schmaler Treibselrand um die Warft herum lässt erkennen, wie hoch der Wasserstand war.
http://img10.echo.cx/img10/6271/05063pg.jpg
Aber noch ist das Halligland überflutet. Die Straßen und Wege sind noch längst nicht wieder passierbar.
Im Winterhalbjahr gibt es auf den Halligen auch ab und zu Landunter. Das ist dann für Gäste ein ganz besonderes Erlebnis.
Während meines Halligurlaubs über den Jahreswechsel 2004/2005 konnte ich ein Landunter miterleben. Eigentlich waren es drei, denn drei mal hintereinander war das Hochwasser deutlich höher als normal (das Morgen- und das Abendhochwasser am 2. Januar 2005 und das Morgenhochwasser am 3. Januar 2005), so dass die Nordsee in die Hallig kam, die Hallig also "blank lief". Das höchste war ca. 2,40 Meter über dem mittleren Tidehochwasser. Schon gut 3 Stunden vor dem Zeitpunkt des Abendhochwassers am Sonntag war der Wasserstand höher als normalerweise bei Hochwasser und es wehte ein kräftiger Wind, zeitweise gab es Orkanböen. Das war schon alles sehr beeindruckend, vor allem als die Wellen dann über die Kante schlugen und die Hallig blank lief. Ich war stundenlang draußen, stand oben auf der Warft, suchte zeitweise an der Hauswand Schutz vor dem Sturm, lief aber zwischendurch immer wieder zum Wasser hin und dann die verschiedenen Warft-Aufgänge hinunter um genau zu beobachten, wie das Wasser steigt. Man kann das Schauspiel gar nicht beschreiben, man muss es mal erleben.
Einige Stunden nach Hochwasser liegt dann "draußen" das Watt wieder frei, während "drinnen" ein einheitliche Wasserfläche zu sehen ist, aus der nur die Warften mit den Häusern herausragen.
Für die Halligbewohner ist so ein Landunter aber überhaupt nichts bedrohliches. Im Gegenteil, sie sagen, es ist gemütlich. Weil z.B. eventuelle Termine ausfallen müssen, da man ja nicht von der Warft runter kommt. Wenn Besuch da ist oder Feriengäste, dann bleiben die eben noch ein bisschen länger als geplant. Und die Kinder freuen sich über schulfrei (nur blöd, wenn sowieso noch Weihnachtsferien sind).
So hoch, dass die Haustüren mit Schotten und Sandsäcken dicht gemacht werden müssen, steigt das Wasser glücklicherweise nur sehr selten. Seit den 80er Jahren wurden auch fast alle Warften noch einmal erhöht, so dass das Wasser wirklich schon sehr hoch steigen müsste, bevor es eine Gefahr darstellt.
Hoffentlich kommt es in absehbarer Zeit nicht dazu.
Aber so ein gemütliches Landunter würde ich gerne noch öfters erleben
Ein paar Fotos habe ich auch noch:
http://img10.echo.cx/img10/6065/0502h0or.jpg
Die Hallig ist blank, d.h. das Halligland steht unter Wasser. Nur die Nachbarwarft überragt die Wasserfläche.
Der Verlauf der Straßen und Wege lässt sich an den aus dem Wasser herausragenden Zaunpfählen erkennen.
http://img10.echo.cx/img10/189/0501h2zj.jpg
Das Wasser steht am Fuß der Warft.
http://img10.echo.cx/img10/9071/05039fy.jpg
Das nächste Hochwasser wird noch höher. das Wasser kommt schon wieder über die Halligkante,
obwohl es bis zum Zeitpunkt des Hochwasser noch eine ganze Weile hin ist.
Der Hausherr hat gerade draußen alles gegen den Sturm gesichert.
http://img10.echo.cx/img10/195/0504h4ev.jpg
Das Wasser steigt.
http://img10.echo.cx/img10/4299/05055ji.jpg
Am nächsten Vormittag strahlender Sonnenschein. Das Wasser ist schon deutlich zurückgegangen.
Ein schmaler Treibselrand um die Warft herum lässt erkennen, wie hoch der Wasserstand war.
http://img10.echo.cx/img10/6271/05063pg.jpg
Aber noch ist das Halligland überflutet. Die Straßen und Wege sind noch längst nicht wieder passierbar.