Von verträumt bis mondän: Usedom
Usedom zählt zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands.
Die Insel liegt malerisch zwischen Ostsee, Achterwasser und Stettiner Haff, bietet 42 Kilometer Sandstrand, traditionelle Seebäder und viel unberührte Natur.
Auch der Weg ins benachbarte Polen auf dem östlichen Teil der Insel ist nicht weit.
Rad- und Wanderwege laden zu schönen Touren entlang der Küste ein, Seen und Wälder prägen das Hinterland.
Heringsdorf, Bansin, Ahlbeck: Usedoms Kaiserbäder
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Beitrag, Stand: 19.01.2024 09:51 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/insel ... er100.html
Bild und Text-KOPIE:
Im o.g. Link / Quelle, befindet sich ein VIDEO:
Ein Spaziergang per App durch Usedoms Kaiserbäder (4 Min)
Schöne Villen und weite Strände prägen die Seebäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck auf der Ostseeinsel.
Eine Promenade verbindet sie bis ins polnische Swinemünde. Ein Besuch lohnt das ganze Jahr.
Feiner Sandstrand, ein ruhiges Hinterland und eine der sonnigsten Lagen Deutschlands:
Diese Vorzüge Usedoms wussten bereits die deutschen Kaiser, der Adel und das wohlhabende Bürgertum zu schätzen.
Noch heute tragen Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck den Beinamen "Kaiserbäder".
Ihre bis zu 60 Meter breiten und kilometerlangen Bilderbuch-Strände sind selbst im Hochsommer selten überfüllt.
Eine Besonderheit ist die lange Strandpromenade - die längste in Europa:
Auf zwölf Kilometern verbindet sie die Kaiserbäder im Südosten Usedoms untereinander und führt weiter nach Osten bis ins polnische Swinemünde.
Usedomer Bäderarchitektur mit restaurierten Villen
Bäderarchitektur im Seebad Ahlbeck auf Usedom. © Tourismusverband MV
BILD befindet sich im Link der Quelle !
Die schöne Bäderarchitektur wie hier in Ahlbeck kennzeichnet die drei Kaiserbäder.
Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus den kleinen Fischerdörfern mondäne Seebäder, in denen Fürsten und Adlige ihren Sommerurlaub verbrachten.
Davon zeugt die prächtige Bäderarchitektur, die alle drei Orte prägt.
Die liebevoll restaurierten weißen Villen, einst von Adligen und reichen Berliner Stadtbewohnern als Sommerresidenzen erbaut, werden heute meist als Ferienwohnungen genutzt.
Die Kaiserbäder per App entdecken
Mit der neuen App "Kaiserbäder Erlebnispfad" können Besucherinnen und Besucher die Usedomer Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin interaktiv entdecken und Einblick in die Geschichte erhalten.
An insgesamt 31 verschiedenen Stationen kann man sich per QR-Code über viele Sehenswürdigkeiten informieren und auch Bildergalerien, Videos oder 3D-Modelle ansehen.
Das mondäne Ostseeheilbad Heringsdorf
Luftaufnahme von Heringsdorf auf der Insel Usedom © fotolia Foto: UsedomCards.de
BILD befindet sich im Link der Quelle !
Alte Villen, Parks, der lange Strand und die Seebrücke sind charakteristisch für Heringsdorf.
Prachtvolle historische Villen, umgeben von großzügigen Parkanlagen mit alten Bäumen, prägen Heringsdorf, das älteste und bekannteste Seebad Usedoms.
Viele Villen grenzen direkt an die Strandpromenade, aber auch einige wenige Plattenbauten aus der DDR-Zeit.
Ein beliebtes Fotomotiv am Kurpark direkt an der Seebrücke ist ein riesiger, blau-weiß gestreifter Strandkorb.
Die 508 Meter lange Seebrücke, die längste Deutschlands, ist Heringsdorfs Wahrzeichen.
Sie beginnt in einem Gebäudekomplex mit Cafés, Geschäften und Ferienwohnungen und endet mit einem Schiffsanleger. Kurz davor, über dem Meer, steht eine gläserne Pyramide mit einem Restaurant.
Der heutige Brückenbau stammt aus dem Jahr 1995 - die ursprünglich hölzerne Anlage vom Ende des 19. Jahrhunderts war in den 1950er-Jahren abgebrannt.
Urlaubsort der Reichen und Künstler
Die Villa Oechsler in Heringsdorf. © Usedom Tourismus GmbH
BILD befindet sich im Link der Quelle !
Die klassizistische Villa Oechsler zählt zu den schönsten Gebäuden in Heringsdorf.
Im 19. Jahrhundert entdeckten Adlige und wohlhabende Bürger Heringsdorf als Ziel für die Sommerfrische.
Prachtbauten wie die Villa Oechsler oder die Villa Oppenheim, wo einst der Künstler Lyonel Feininger residierte, zeugen noch heute davon.
Auch viele weitere Künstler zog es an die Küste.
Im "Nizza des Ostens" trafen sich Persönlichkeiten wie Theodor Fontane, Maxim Gorki und Leo Tolstoi.
Zwischen 1895 und 1913 war auch Kaiser Wilhelm II. regelmäßig in Heringsdorf zu Gast.
Zur Beliebtheit trug auch die gute Eisenbahnverbindung nach Berlin bei.
Sie rückte das Seebad so nah an die Hauptstadt, dass die Berliner es "fast schon als Ausflugsort zu betrachten anfingen", wie der Schriftsteller Victor Klemperer in seinen Tagebüchern notierte.
Heute dauert die Bahnfahrt dreieinhalb bis vier Stunden.
Baumwipfelpfad mit 33 Meter hohem Aussichtsturm
Blick auf den 33 Meter hohen Aussichtsturm des Baumwipfelpfads in Heringsdorf auf Usedom. © Picture-Alliance/ dpa /dpa-Zentralbild Foto: Jens Büttner
BILD befindet sich im Link der Quelle !
Am Standort der alten Bismarckwarte bietet der Aussichtsturm des Baumwipfelpfades schöne Ausblicke.
Auf dem Baumwipfelpfad durch den Heringsdorfer Heilwald kann man auf Augenhöhe mit den Baumkronen von Buchen und Fichten wandern.
Auf dem rund 1,4 Kilometer langen Rundkurs informieren Info-Tafeln über Usedoms inseltypische Flora und Fauna - auch Führungen werden angeboten.
Etwa auf halber Strecke des barrierefreien Weges liegt der 33 Meter hohe Aussichtsturm.
Er bietet einen schönen Weitblick über das Kaiserbad und die Ostsee.
Das hölzerne Bauwerk steht dort, wo sich einst die Bismarckwarte befand.
Sowjetische Soldaten hatten das Denkmal 1946 gesprengt, um auf den Fundamenten eine Flakstellung zu errichten.
Ahlbeck: Seebad mit historischer Seebrücke
Die Seebrücke in Ahlbeck auf Usedom © Usedom Tourismus GmbH
BILD befindet sich im Link der Quelle !
In Ahlbeck steht die älteste noch erhaltene historische Seebrücke Deutschlands.
Das benachbarte Ahlbeck, das östlichste der drei Kaiserbäder, liegt dicht an der Grenze zu Polen.
Ein Markenzeichen Ahlbecks ist der dreieinhalb Kilometer lange und bis zu 70 Meter breite, flach ins Meer abfallende weiße Sandstrand. Auch die Seebrücke gilt als Attraktion:
Sie ist die älteste noch erhaltene Deutschlands und stammt aus dem Jahr 1882.
1898 wurde ein Seesteg mit Schiffsanleger hinzugefügt.
Seit 1986 steht die Seebrücke, die beliebte Kulisse für Film- und Fernsehaufnahmen ist, unter Denkmalschutz.
Die charakteristische Bäderarchitektur mit weißen Villen prägt Ahlbeck ebenso wie Heringsdorf.
Allerdings zog Ahlbeck als Badeort neben wohlhabenden auch weniger betuchte Urlauber an.
1907 hatte es schon mehr als 16.000 Gäste.
Ab 1930 nahm der Ort mit Villen und Mietshäusern städtischen Charakter an.
Doch auch prominente Gäste wussten das Flair des Seebades zu schätzen:
So beherbergte der "Ahlbecker Hof", eines der bekanntesten Häuser des Ortes, unter anderem den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. und die schwedische Königin Silvia.
Ahlbeck ist noch heute der größte Badeort auf Usedom und offiziell - wie auch Bansin - Teil der Gemeinde Heringsdorf.
Das kleine Bansin mit freiem Meerblick
Strandkörbe und historische Villen in Bansin © imago images / Winfried Rothermel
BILD befindet sich im Link der Quelle !
In Bansin bietet die Strandpromenade freien Blick auf den Strand und die Ostsee.
Bansin ist das jüngste und kleinste der drei Kaiserbäder und besticht durch seine schöne Lage.
Direkt hinter dem Ort beginnt die Steilküste des Langenbergs mit einem Buchenwald.
Im Süden grenzt Bansin an den Gothen- und den Krebssee.
Sie bieten sich als Ausflugsziele für Rundwanderungen und Radtouren in die Umgebung an.
Besonders schön ist ein Spaziergang auf der Strandpromenade in Richtung Heringsdorf und Ahlbeck, da bei Bansin weder Häuser noch Bäume den freien Meerblick verstellen.
Auch in Bansin reihen sich schmucke Villen und Hotels aneinander.
Anders als in Ahlbeck und Heringsdorf ist die 285 Meter lange Seebrücke eher schlicht gehalten.
Sie besitzt weder Brücken- noch Landgebäude und dient allein als Flaniermeile und Anlegeplatz für Ausflugsschiffe. Gegründet wurde das Seebad Bansin 1897, als die Badekultur immer mehr Gäste nach Usedom lockte.
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Von verträumt bis mondän: Usedoms Kaiserbäder, Heringsdorf, Bansin, Ahlbeck
- frische Luft
- Beiträge: 1729
- Registriert: Di 3. Okt 2023, 09:07
Von verträumt bis mondän: Usedoms Kaiserbäder, Heringsdorf, Bansin, Ahlbeck
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise
... AN DIE KÜSTE
Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise
Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
- frische Luft
- Beiträge: 1729
- Registriert: Di 3. Okt 2023, 09:07
Re: Von verträumt bis mondän: Usedoms Kaiserbäder, Heringsdorf, Bansin, Ahlbeck
Usedom: Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin - die alten Kaiserbäder
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Beitrag, Stand: 13.01.2026 11:17 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/insel ... er100.html
Bild und Text-Kopie. Schöne Villen und weite Strände prägen die Seebäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck auf der Ostseeinsel.
Eine Promenade verbindet sie bis ins polnische Swinemünde. Ein Besuch lohnt das ganze Jahr.
Feiner Sandstrand, ein ruhiges Hinterland und eine der sonnigsten Lagen Deutschlands: Diese Vorzüge Usedoms wussten bereits die deutschen Kaiser, der Adel und das wohlhabende Bürgertum zu schätzen. Noch heute tragen die Seeheilbäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck den Beinamen "Kaiserbäder". Ihre bis zu 60 Meter breiten und kilometerlangen Strände sind selbst im Hochsommer selten überfüllt.
Eine Besonderheit ist die lange Strandpromenade - die längste in Europa: Auf zwölf Kilometern verbindet sie die Kaiserbäder im Südosten Usedoms untereinander und führt weiter nach Osten bis ins polnische Swinemünde.
Usedomer Bäderarchitektur mit restaurierten Villen
Bäderarchitektur im Seebad Ahlbeck auf Usedom.
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Die prächtige Bäderarchitektur wie hier in Ahlbeck ist typisch für die drei Kaiserbäder.
Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus den kleinen Fischerdörfern mondäne Seebäder, in denen Fürsten und Adlige ihren Sommerurlaub verbrachten. Davon zeugt die prächtige Bäderarchitektur, die alle drei Orte prägt. Die liebevoll restaurierten weißen Villen, einst von Adligen und reichen Berliner Stadtbewohnern als Sommerresidenzen erbaut, werden heute meist als Ferienwohnungen genutzt.
Die Kaiserbäder per App entdecken
Mit der App "Kaiserbäder Erlebnispfad" können Besucherinnen und Besucher die Usedomer Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin interaktiv entdecken und Einblick in die Geschichte erhalten. An insgesamt 31 verschiedenen Stationen kann man sich per QR-Code über viele Sehenswürdigkeiten informieren und auch Bildergalerien, Videos oder 3D-Modelle ansehen.
Heringsdorf: Mondänes Ostseeheilbad mit längster Seebrücke
Luftaufnahme von Heringsdorf auf der Insel Usedom
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Alte Villen, Parks, der lange Strand und die Seebrücke prägen das Seebad Heringsdorf.
Prachtvolle historische Villen, umgeben von großzügigen Parkanlagen mit alten Bäumen, prägen Heringsdorf, das älteste und bekannteste Seebad Usedoms. Viele Häuser grenzen direkt an die Strandpromenade, aber auch einige wenige Plattenbauten aus der DDR-Zeit. Ein beliebtes Fotomotiv am Kurpark direkt an der Seebrücke ist ein riesiger, blau-weiß gestreifter Strandkorb.
Die 508 Meter lange Seebrücke, die längste Deutschlands, ist Heringsdorfs Wahrzeichen. Sie beginnt in einem Gebäudekomplex mit Cafés, Geschäften und Ferienwohnungen und endet mit einem Schiffsanleger. Kurz davor, über dem Meer, steht ein pyramidenförmiger Bau aus Stahl und Glas, in dem sich ein Restaurant befindet. Der heutige Brückenbau stammt aus dem Jahr 1995 - die ursprünglich hölzerne Anlage vom Ende des 19. Jahrhunderts war in den 1950er-Jahren abgebrannt.
Urlaubsort der Reichen und Künstler
Die Villa Oechsler in Heringsdorf.
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Die klassizistische Villa Oechsler zählt zu den schönsten Gebäuden in Heringsdorf.
Im 19. Jahrhundert entdeckten Adlige und wohlhabende Bürger Heringsdorf als Ziel für die Sommerfrische. Prachtbauten wie die Villa Oechsler oder die Villa Oppenheim, wo einst der Künstler Lyonel Feininger residierte, zeugen noch heute davon. Auch viele weitere Künstler zog es an die Küste. Im "Nizza des Ostens" trafen sich Persönlichkeiten wie Theodor Fontane, Maxim Gorki und Leo Tolstoi. Zwischen 1895 und 1913 war auch Kaiser Wilhelm II. regelmäßig in Heringsdorf zu Gast.
Zur Beliebtheit trug auch die gute Eisenbahnverbindung nach Berlin bei. Sie rückte das Seebad so nah an die Hauptstadt, dass die Berliner es "fast schon als Ausflugsort zu betrachten anfingen", wie der Schriftsteller Victor Klemperer in seinen Tagebüchern notierte. Heute dauert die Bahnfahrt dreieinhalb bis vier Stunden.
Baumwipfelpfad mit 33 Meter hohem Aussichtsturm
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Blick auf den 33 Meter hohen Aussichtsturm des Baumwipfelpfads in Heringsdorf auf Usedom.
Am Standort der alten Bismarckwarte bietet der Turm des Baumwipfelpfades schöne Ausblicke.
Auf dem Baumwipfelpfad durch den Heringsdorfer Heilwald kann man auf Augenhöhe mit den Baumkronen von Buchen und Fichten wandern. Auf dem etwa1,4 Kilometer langen Rundkurs informieren Info-Tafeln über Usedoms inseltypische Flora und Fauna - auch Führungen werden angeboten. Etwa auf halber Strecke des barrierefreien Weges liegt der 33 Meter hohe Aussichtsturm. Er bietet einen schönen Weitblick über das Kaiserbad und die Ostsee. Das hölzerne Bauwerk steht dort, wo sich einst die Bismarckwarte befand. Sowjetische Soldaten hatten das Denkmal 1946 gesprengt, um auf den Fundamenten eine Flakstellung zu errichten.
Ahlbeck: Seebad mit ältester Seebrücke Deutschlands
Die Seebrücke in Ahlbeck auf Usedom
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
In Ahlbeck steht die älteste noch erhaltene historische Seebrücke Deutschlands.
Das benachbarte Ahlbeck, das östlichste der drei Kaiserbäder, liegt dicht an der Grenze zu Polen. Ein Markenzeichen Ahlbecks ist der dreieinhalb Kilometer lange und bis zu 70 Meter breite, flach ins Meer abfallende weiße Sandstrand. Auch die Seebrücke gilt als Attraktion: Sie ist die älteste noch erhaltene Deutschlands und stammt aus dem Jahr 1882. 1898 wurde ein Seesteg mit Schiffsanleger ergänzt. Seit 1986 steht die Seebrücke, die beliebte Kulisse für Film- und Fernsehaufnahmen ist, unter Denkmalschutz.
Die charakteristische Bäderarchitektur mit weißen Villen prägt Ahlbeck ebenso wie Heringsdorf. Allerdings zog Ahlbeck als Badeort neben wohlhabenden auch weniger betuchte Urlauber an. 1907 hatte es schon mehr als 16.000 Gäste. Ab 1930 nahm der Ort mit Villen und Mietshäusern städtischen Charakter an. Doch auch prominente Gäste wussten das Flair des Seebades zu schätzen: So beherbergte der "Ahlbecker Hof", eines der bekanntesten Häuser des Ortes, unter anderem den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. und die schwedische Königin Silvia. Ahlbeck ist noch heute der größte Badeort auf Usedom und offiziell - wie auch Bansin - Teil der Gemeinde Heringsdorf.
Bansin: Kleines Seebad mit freiem Meerblick
Strandkörbe und historische Villen in Bansin
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
In Bansin bietet die Strandpromenade freien Blick auf den Strand und die Ostsee.
Bansin ist das jüngste und kleinste der drei Kaiserbäder und besticht durch seine schöne Lage. Direkt hinter dem Ort beginnt die Steilküste des Langenbergs mit einem Buchenwald. Im Süden grenzt Bansin an den Gothen- und den Krebssee. Sie bieten sich als Ausflugsziele für Rundwanderungen und Radtouren in die Umgebung an. Besonders schön ist ein Spaziergang auf der Strandpromenade in Richtung Heringsdorf und Ahlbeck, da bei Bansin weder Häuser noch Bäume den Meerblick verstellen.
Auch in Bansin reihen sich schmucke Villen und Hotels aneinander. Anders als in Ahlbeck und Heringsdorf ist die 285 Meter lange Seebrücke eher schlicht gehalten. Sie besitzt weder Brücken- noch Landgebäude und dient allein als Flaniermeile und Anlegeplatz für Ausflugsschiffe. Gegründet wurde das Seebad Bansin 1897, als die Badekultur immer mehr Gäste nach Usedom lockte.
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Beitrag, Stand: 13.01.2026 11:17 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/insel ... er100.html
Bild und Text-Kopie. Schöne Villen und weite Strände prägen die Seebäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck auf der Ostseeinsel.
Eine Promenade verbindet sie bis ins polnische Swinemünde. Ein Besuch lohnt das ganze Jahr.
Feiner Sandstrand, ein ruhiges Hinterland und eine der sonnigsten Lagen Deutschlands: Diese Vorzüge Usedoms wussten bereits die deutschen Kaiser, der Adel und das wohlhabende Bürgertum zu schätzen. Noch heute tragen die Seeheilbäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck den Beinamen "Kaiserbäder". Ihre bis zu 60 Meter breiten und kilometerlangen Strände sind selbst im Hochsommer selten überfüllt.
Eine Besonderheit ist die lange Strandpromenade - die längste in Europa: Auf zwölf Kilometern verbindet sie die Kaiserbäder im Südosten Usedoms untereinander und führt weiter nach Osten bis ins polnische Swinemünde.
Usedomer Bäderarchitektur mit restaurierten Villen
Bäderarchitektur im Seebad Ahlbeck auf Usedom.
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Die prächtige Bäderarchitektur wie hier in Ahlbeck ist typisch für die drei Kaiserbäder.
Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus den kleinen Fischerdörfern mondäne Seebäder, in denen Fürsten und Adlige ihren Sommerurlaub verbrachten. Davon zeugt die prächtige Bäderarchitektur, die alle drei Orte prägt. Die liebevoll restaurierten weißen Villen, einst von Adligen und reichen Berliner Stadtbewohnern als Sommerresidenzen erbaut, werden heute meist als Ferienwohnungen genutzt.
Die Kaiserbäder per App entdecken
Mit der App "Kaiserbäder Erlebnispfad" können Besucherinnen und Besucher die Usedomer Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin interaktiv entdecken und Einblick in die Geschichte erhalten. An insgesamt 31 verschiedenen Stationen kann man sich per QR-Code über viele Sehenswürdigkeiten informieren und auch Bildergalerien, Videos oder 3D-Modelle ansehen.
Heringsdorf: Mondänes Ostseeheilbad mit längster Seebrücke
Luftaufnahme von Heringsdorf auf der Insel Usedom
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Alte Villen, Parks, der lange Strand und die Seebrücke prägen das Seebad Heringsdorf.
Prachtvolle historische Villen, umgeben von großzügigen Parkanlagen mit alten Bäumen, prägen Heringsdorf, das älteste und bekannteste Seebad Usedoms. Viele Häuser grenzen direkt an die Strandpromenade, aber auch einige wenige Plattenbauten aus der DDR-Zeit. Ein beliebtes Fotomotiv am Kurpark direkt an der Seebrücke ist ein riesiger, blau-weiß gestreifter Strandkorb.
Die 508 Meter lange Seebrücke, die längste Deutschlands, ist Heringsdorfs Wahrzeichen. Sie beginnt in einem Gebäudekomplex mit Cafés, Geschäften und Ferienwohnungen und endet mit einem Schiffsanleger. Kurz davor, über dem Meer, steht ein pyramidenförmiger Bau aus Stahl und Glas, in dem sich ein Restaurant befindet. Der heutige Brückenbau stammt aus dem Jahr 1995 - die ursprünglich hölzerne Anlage vom Ende des 19. Jahrhunderts war in den 1950er-Jahren abgebrannt.
Urlaubsort der Reichen und Künstler
Die Villa Oechsler in Heringsdorf.
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Die klassizistische Villa Oechsler zählt zu den schönsten Gebäuden in Heringsdorf.
Im 19. Jahrhundert entdeckten Adlige und wohlhabende Bürger Heringsdorf als Ziel für die Sommerfrische. Prachtbauten wie die Villa Oechsler oder die Villa Oppenheim, wo einst der Künstler Lyonel Feininger residierte, zeugen noch heute davon. Auch viele weitere Künstler zog es an die Küste. Im "Nizza des Ostens" trafen sich Persönlichkeiten wie Theodor Fontane, Maxim Gorki und Leo Tolstoi. Zwischen 1895 und 1913 war auch Kaiser Wilhelm II. regelmäßig in Heringsdorf zu Gast.
Zur Beliebtheit trug auch die gute Eisenbahnverbindung nach Berlin bei. Sie rückte das Seebad so nah an die Hauptstadt, dass die Berliner es "fast schon als Ausflugsort zu betrachten anfingen", wie der Schriftsteller Victor Klemperer in seinen Tagebüchern notierte. Heute dauert die Bahnfahrt dreieinhalb bis vier Stunden.
Baumwipfelpfad mit 33 Meter hohem Aussichtsturm
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
Blick auf den 33 Meter hohen Aussichtsturm des Baumwipfelpfads in Heringsdorf auf Usedom.
Am Standort der alten Bismarckwarte bietet der Turm des Baumwipfelpfades schöne Ausblicke.
Auf dem Baumwipfelpfad durch den Heringsdorfer Heilwald kann man auf Augenhöhe mit den Baumkronen von Buchen und Fichten wandern. Auf dem etwa1,4 Kilometer langen Rundkurs informieren Info-Tafeln über Usedoms inseltypische Flora und Fauna - auch Führungen werden angeboten. Etwa auf halber Strecke des barrierefreien Weges liegt der 33 Meter hohe Aussichtsturm. Er bietet einen schönen Weitblick über das Kaiserbad und die Ostsee. Das hölzerne Bauwerk steht dort, wo sich einst die Bismarckwarte befand. Sowjetische Soldaten hatten das Denkmal 1946 gesprengt, um auf den Fundamenten eine Flakstellung zu errichten.
Ahlbeck: Seebad mit ältester Seebrücke Deutschlands
Die Seebrücke in Ahlbeck auf Usedom
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
In Ahlbeck steht die älteste noch erhaltene historische Seebrücke Deutschlands.
Das benachbarte Ahlbeck, das östlichste der drei Kaiserbäder, liegt dicht an der Grenze zu Polen. Ein Markenzeichen Ahlbecks ist der dreieinhalb Kilometer lange und bis zu 70 Meter breite, flach ins Meer abfallende weiße Sandstrand. Auch die Seebrücke gilt als Attraktion: Sie ist die älteste noch erhaltene Deutschlands und stammt aus dem Jahr 1882. 1898 wurde ein Seesteg mit Schiffsanleger ergänzt. Seit 1986 steht die Seebrücke, die beliebte Kulisse für Film- und Fernsehaufnahmen ist, unter Denkmalschutz.
Die charakteristische Bäderarchitektur mit weißen Villen prägt Ahlbeck ebenso wie Heringsdorf. Allerdings zog Ahlbeck als Badeort neben wohlhabenden auch weniger betuchte Urlauber an. 1907 hatte es schon mehr als 16.000 Gäste. Ab 1930 nahm der Ort mit Villen und Mietshäusern städtischen Charakter an. Doch auch prominente Gäste wussten das Flair des Seebades zu schätzen: So beherbergte der "Ahlbecker Hof", eines der bekanntesten Häuser des Ortes, unter anderem den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. und die schwedische Königin Silvia. Ahlbeck ist noch heute der größte Badeort auf Usedom und offiziell - wie auch Bansin - Teil der Gemeinde Heringsdorf.
Bansin: Kleines Seebad mit freiem Meerblick
Strandkörbe und historische Villen in Bansin
Bild ist im o.g. Link zu sehen.
In Bansin bietet die Strandpromenade freien Blick auf den Strand und die Ostsee.
Bansin ist das jüngste und kleinste der drei Kaiserbäder und besticht durch seine schöne Lage. Direkt hinter dem Ort beginnt die Steilküste des Langenbergs mit einem Buchenwald. Im Süden grenzt Bansin an den Gothen- und den Krebssee. Sie bieten sich als Ausflugsziele für Rundwanderungen und Radtouren in die Umgebung an. Besonders schön ist ein Spaziergang auf der Strandpromenade in Richtung Heringsdorf und Ahlbeck, da bei Bansin weder Häuser noch Bäume den Meerblick verstellen.
Auch in Bansin reihen sich schmucke Villen und Hotels aneinander. Anders als in Ahlbeck und Heringsdorf ist die 285 Meter lange Seebrücke eher schlicht gehalten. Sie besitzt weder Brücken- noch Landgebäude und dient allein als Flaniermeile und Anlegeplatz für Ausflugsschiffe. Gegründet wurde das Seebad Bansin 1897, als die Badekultur immer mehr Gäste nach Usedom lockte.
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise
... AN DIE KÜSTE
Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise
Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.

