Asche in der Flaschenpost - ungewöhnlicher Fund auf Hallig Süderoog
Ein NDR-Nachrichten-Beitrag, Stand: 21.11.2025 13:54 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... t-140.html
BILD "Screenshot von INSTERGRAM -Profil": hallig_suederoog
Text-Kopie aus o.g Link !
Am Nordseestrand auf der Hallig Süderoog ist eine Flaschenpost aus England gefunden worden.
Darin befand sich laut eines darin enthaltenen Briefes die Asche einer toten Mutter.
Der Finder will sie nun per Post verschicken.
Fund auf der Hallig Süderoog:
Es ist eine einfache Plastikflasche, die wie eine Trinkflasche aussieht. In ihr befinden sich ein Brief und eine Art Sand - zumindest vermutet das Finder Holger Spreer-Wree aus Nordfriesland.
Als er sie öffnet, liest er zuerst den Brief.
Darin steht die unglaubliche Geschichte einer Mutter, die auf Reisen geht, auch nach ihrem Tod. Zwei Geschwister hätten die Flasche mit der Asche im Juni beim Ort Sutton-on-Sea an der englischen Ostküste ins Meer geworfen, weil ihre Mutter so gerne gereist sei. "Wir lassen sie ihre Leidenschaft fortsetzen, indem wir ihre Reisen weiterführen", schreiben sie. Darunter hinterlassen sie ihre Mailadresse.
Finder kontaktiert die Kinder der Verstorbenen
"Ein wenig makaber war einem beim Finden schon zumute. Doch der Gedanke von der letzten Reise einer geliebten Mutter ist dann doch irgendwie ganz schön", schreibt Holger Spreer-Wree in einem Beitrag auf der Plattform Instagram. Er fasst den Entschluss, der Tochter und dem Sohn aus der Gemeinde Lincolnshire im Osten Englands zu schreiben.
Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: "Unsere Mutter war noch nie in Deutschland, daher freuen wir uns sehr, dass sie diesen Punkt von ihrer Liste abhaken kann", schreiben sie. Die Kinder haben aber noch eine Bitte: Der Finder soll die Flasche wieder ins Meer werfen, damit ihre Reise weitergeht.
Asche darf nicht ins Meer zurück
Das Problem: Das ist laut Gesetzeslage für Seebestattungen in Deutschland nicht erlaubt. Will ein Mensch nach seinem Tod im Meer bestattet werden, bedarf dies einer Anmeldung, es braucht eine dafür zugelassene, wasserlösliche Urne und mehr. Und: Nur Bestattungsunternehmen dürfen Tote ins Meer überführen. Die Asche der Mutter reist zudem in einer Plastikflasche - und die will Holger Spreer-Wree nach eigenen Angaben nicht wieder zurück in die Nordsee werfen, weil das Wattenmeer Naturschutzgebiet und UNESCO-Weltkulturerbe ist.
Flaschenpost soll nach England reisen
Weil er den Gedanken so schön findet und er auch nicht möchte, dass der letzte Wunsch der Mutter auf Hallig Süderoog einfach so zu Ende geht, kommt er auf eine Idee: Die Flaschenpost möchte er dem Postboten Knud Knudsen mitgeben, wenn der das nächste Mal durch das Watt auf die Hallig kommt - und dann zurück nach England schicken.
Asche in der Flaschenpost - ungewöhnlicher Fund auf Hallig Süderoog
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Asche in der Flaschenpost - ungewöhnlicher Fund auf Hallig Süderoog
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
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... AN DIE KÜSTE
Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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Re: Asche in der Flaschenpost - ungewöhnlicher Fund auf Hallig Süderoog
Flaschenpost mit Asche aus Hallig Süderoog zurück in England
Ein NDR-Nachrichten-Beitrag, Stand: 16.01.2026 17:26 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... -1502.html
Bild und Text-Kopie.
Ein Mann blickt in die Kamera
Holger Spreer-Wree hatte die Flaschenpost im November gefunden. Die Flaschenpost mit menschlicher Asche, die im November auf Hallig Süderoog (Kreis Nordfriesland) angespült worden war, ist wieder in England angekommen. Gefunden hatte sie der Halligbewohner Holger Spreer-Wree. Ein beigefügter Brief erklärte, dass es sich um die Asche einer verstorbenen Frau handelte, die von ihrer Familie auf eine letzte Reise geschickt worden war.
Besondere Bedeutung durch Austausch mit der Familie
Aufgrund der Friedhofspflicht in Schleswig-Holstein durfte die Flasche nicht zurück ins Meer. Stattdessen wurde sie an Heiligabend per Post an die Angehörigen in England geschickt. Der persönliche Austausch mit der Familie habe dem Fund eine besondere Bedeutung gegeben, so der Finder. Wie die Familie weiter mit der Asche verfährt, ist noch offen.
Ein NDR-Nachrichten-Beitrag, Stand: 16.01.2026 17:26 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... -1502.html
Bild und Text-Kopie.
Ein Mann blickt in die Kamera
Holger Spreer-Wree hatte die Flaschenpost im November gefunden. Die Flaschenpost mit menschlicher Asche, die im November auf Hallig Süderoog (Kreis Nordfriesland) angespült worden war, ist wieder in England angekommen. Gefunden hatte sie der Halligbewohner Holger Spreer-Wree. Ein beigefügter Brief erklärte, dass es sich um die Asche einer verstorbenen Frau handelte, die von ihrer Familie auf eine letzte Reise geschickt worden war.
Besondere Bedeutung durch Austausch mit der Familie
Aufgrund der Friedhofspflicht in Schleswig-Holstein durfte die Flasche nicht zurück ins Meer. Stattdessen wurde sie an Heiligabend per Post an die Angehörigen in England geschickt. Der persönliche Austausch mit der Familie habe dem Fund eine besondere Bedeutung gegeben, so der Finder. Wie die Familie weiter mit der Asche verfährt, ist noch offen.
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
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Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise
... AN DIE KÜSTE
Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.

