Ostwind drückt Wasserstand der Ostsee auf historisches Tief
Ein NDR-Nachrichten-Beitrag, Stand: 06.02.2026 17:14 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... r-100.html
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AUDIO: Ostwind drückt Wasserstand der Ostsee auf historisches Tief (1 Min)
Weil der Ostwind seit Anfang Januar viel Wasser aus der Ostsee in die Nordsee gedrückt hat, könnte bald viel kaltes, salziges Wasser zurückschwappen.
Das wäre gut für manche Fische, die in tiefen Ostseeregionen leben.
Der seit Anfang Januar anhaltende Ostwind hat den mittleren Wasserstand der Ostsee auf einen historischen Tiefstand sinken lassen.
Daraus ergibt sich nach Ansicht der Forscher am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) die seltene Chance, dass demnächst viel kaltes Salzwasser aus der Nordsee in großen Mengen in die Ostsee strömt – und die Lebensbedingungen vieler Fische etwas verbessert.
67 Zentimeter unter dem langjährigen Mittelwert
Wie das IOW am Freitag mitteilte, zeigen Messungen am schwedischen Pegel Landsort-Norra Werte,
die so niedrig seien wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1886.
Am vergangenen Donnerstag wurde dort ein Tagesmittelwert von 67 Zentimetern unter dem langjährigen mittleren Wasserstand gemessen.
Denn die Ostwinde drückten in den vergangenen Wochen große Wassermengen aus der Ostsee durch die Meerengen der Beltsee zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden in Richtung Nordsee.
Wahrscheinlichkeit bei bis zu 90 Prozent
Nach aktuellen Berechnungen fehlen der Ostsee dadurch zurzeit rund 275 Kubikkilometer Wasser, so Michael Naumann, einer der Koordinatoren des IOW-Langzeitbeobachtungs-Programms.
Der tiefe Wasserstand sei eine gute Voraussetzung, dass demnächst, sofern der Wind zum richtigen Zeitpunkt von Ost auf West dreht, viel kaltes Nordseewasser in die Ostsee "zurückfließt".
Laut Naumann liegt die Wahrscheinlichkeit bei "80 bis 90 Prozent".
Ostseewasser ist zu warm
Das hätte nach Angaben der Forscher gleich zwei Effekte, die für die tiefen Ostseebecken von Bedeutung wären.
"Kaltes Wasser kann deutlich mehr Sauerstoff aufnehmen als warmes und würde damit überdurchschnittlich viel Sauerstoff in die tiefen Becken transportieren.
Außerdem könnte ein Einstrom die seit rund zwei Jahrzehnten anhaltend erhöhten Tiefenwassertemperaturen in den zentralen Ostseebecken beenden“, hofft IOW-Ozeanograf Volker Mohrholz.
Mehr Sauerstoff für die Fische
Davon wiederum könnten viele Fische und andere höhere Lebewesen profitieren, denn derzeit gibt es – weil das Wasser zu warm ist und Mikroben zu aktiv sind - zu wenig Sauerstoff in den tiefen Ostseebecken oder er fehlt ganz.
Einige tiefe Stellen der Ostsee sind für Fische schon unbewohnbar, so das IOW.
Messungen an der Darßer Schwelle
In den kommenden acht Wochen werden die IOW-Forscher unter anderem mit ihrem Schiff "Elisabeth Mann Borgese" unterwegs sein und markanten Punkten den Salzgehalt der Ostsee messen.
Dabei beobachten sie vor allem, ob genügend Salzwasser über die sogenannte Darßer Schwelle in die tieferen Ostsee-Gebiete schwappt, um von einem bedeuteten Einstrom aus der Nordsee sprechen zu können.
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Ostwind drückt Wasserstand der Ostsee auf historisches Tief
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise
... AN DIE KÜSTE
Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.

