Große Öl- und Gasvorkommen in Ostsee vor Usedom entdeckt

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frische Luft
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Große Öl- und Gasvorkommen in Ostsee vor Usedom entdeckt

Beitrag von frische Luft »

Große Öl- und Gasvorkommen in Ostsee vor Usedom entdeckt
Ein NDR-Nachrichten-Beitrag, Stand: 22.07.2025 09:42 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... en-100.html


Bild und Text-Kopie.
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In der Ostsee vor dem polnischen Teil der Küste Usedoms sind enorme Öl- und Gasvorkommen gefunden worden. Sie sollen nun gefördert werden. Das sorgt auf dem deutschen Teil der Insel für große Bedenken. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns will nun rasch Gespräche mit den polnischen Behörden aufnehmen.

Vor der polnischen Ostseeküste hat das kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) nach eigenen Angaben einen großen Öl- und Gasfund gemacht.
Die Rede ist von einer Lagerstätte mit rund 200 Millionen Barrel Erdöl-Equivalent.
Das Fördergebiet habe das Potenzial, diese Menge sogar noch zu verdoppeln, heißt es von CEP.
Das Offshore-Ölfeld Wolin East liegt nach CEP-Angaben etwa sechs Kilometer von der polnischen Hafenstadt Swinoujscie (Swinemünde) entfernt in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Polens und ist vom deutschen Teil der Ferieninsel Usedom sichtbar.

Geologe: Größter Ölfund in Polen seit Zweitem Weltkrieg
Die Ölförderung könnte bis zu fünf Prozent des jährlichen polnischen Ölbedarfs decken, sagte der polnische Chefgeologe Krzysztof Galos der Nachrichtenagentur PAP zufolge. Sollte sich das Vorkommen bestätigen, wäre es der größte Fund in Polen mindestens seit dem Zweiten Weltkrieg, erklärte Galos weiter.
Der aktuelle Preis für ein Barrel Öl liegt bei knapp 70 Euro.
Das ergibt hochgerechnet einen aktuellen Wert von 28 Millarden Euro.
Ein Barrel sind rund 159 Liter.


Eine Bohrinsel ist verschwommen vom Strand auf Usedom aus zu sehen.
Bohrinsel vor Usedom sorgt für Verwunderung
Einwohner von Heringsdorf entdeckten vom Strand aus einen Bohrturm in der Ostsee.
Den lokalen Behörden liegen keine Informationen dazu vor.

Rolf G. Skaar, der Geschäftsführer von CEP sprach von einem "historischen Moment" für den Energiesektor Polens. "Wolin East ist mehr als nur ein vielversprechendes Feld - es stellt eine gemeinsame Chance dar, das gesamte geologische und energetische Potenzial der Ostsee zu erschließen", so Skaar in einer Pressemitteilung.

Bürgermeisterin auf Usedom:
"Irreversible Folgen für Natur, Wasser und Klima"

Kritik kommt aus den Kaiserbädern. Die Befürchtung ist groß, dass die Pommersche Bucht mit dem LNG-Terminal, dem Containerhafen und dann auch mit den Öl-Förderanlagen immer weiter industrialisiert wird. Der erste Bohrturm, der zu Probebohrungen benutzt wurde und im vergangenen Winter an der Küste Usedom entlang geschleppt wurde, hatte bereits für einige Verwunderung auf der Insel gesorgt. Heringsdorf Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken (parteilos) sagte, "eine industrielle Gas- und Erdölförderung direkt vor unserer Haustür wäre ein massiver Eingriff in unsere Heimat, mit potenziell irreversiblen Folgen für Natur, Wasser und Klima". Sie fordert die Landesregierung zu einer aktiven Haltung auf, sich für den Schutz der Urlaubsregion einzusetzen.

2.715 Metern tiefe Bohrung
Die Bohrung vor der Küste der Stadt Świnoujście wurde mithilfe einer Hubbohrinsel in knapp zehn Metern Wassertiefe niedergebracht. Sie erreichte eine Tiefe von 2.715 Metern. Laut ersten Schätzungen von CEP soll die Förderung in etwa drei bis vier Jahren beginnen. Bis dahin könnte es noch Klagen von polnischen Umweltverbänden oder auch von deutscher Seite geben. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich von den Plänen Polens überrascht und hat angekündigt, sich rasch mit dem Nachbarland darüber auszutauschen.

Die Grafik zeigt die Pläne für den Containerhafen Swinemünde:
2. Screenshot aus o.g. Link.jpg
2. Screenshot aus o.g. Link.jpg (64.58 KiB) 1306 mal betrachtet
Rechts der Mündung der Swine ragt ein neuer Kai in die Ostsee hinein.
Gericht verhandelt über Containerhafen Swinemünde:
IM EXTRA BEITRAG !
Ein NDR-Nachrichten-Beitrag, Stand Stand: 21.07.2025 14:49 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... n-106.html


Eine Bürgerinitiative im benachbarten Heringsdorf auf Usedom klagt gegen das Projekt. Sie sieht Umweltbelange zu wenig berücksichtigt.

Swinemünde soll bis 2030 Containerhafen bekommen
Das Bohrprojekt ist nicht das einzige polnische Großprojekt, das bei Einwohnern, Bürgerinitiativen und Lokalpolitikern auf Usedom und in Vorpommern auf Unmut stößt. In Swinemünde soll ein neuer Containerhafen entstehen. Bereits 2030 soll er in Betrieb gehen. Die Kaianlagen werden dann etwa 500 Meter breit sein und in einem ersten Bauabschnitt knapp anderthalb Kilometer in die Ostsee ragen. Auf deutscher Seite werden Umweltschäden befürchtet.
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise :D ... AN DIE KÜSTE

Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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